Zootopia

Am 23. Juli 2016 in film

Endlich kann ich wieder über mein Lieblingsthema meckern: die idiotische Namensgebung bei deutschen Disney-Filmen. Zootopia haben die Kasper in Zoomania umbenannt und weil sie den Film noch gar nicht gesehen haben, wussten sie auch nicht, wie unglaublich dämlich diese Entscheidung war und dass sie gleich in einem der ersten Sätze des Films absolut keinen Sinn macht:

Knapp 350 Kilometer von hier befindet sich die Stadt Zoomania

Dass das total dämlich ist, ist den Kaspern jetzt natürlich egal, denn die sitzen gerade irgendwo im Starbucks, trinken ihren Latte und überlegen sich dabei neue, möglichst blöde Titel für kommende Filme oder ihre kommenden Kinder.

Mir sollte das völlig egal sein, denn ich guck die Teile eh nur wegen meiner Tochter. Wenn am Ende dann aber wieder nur das Du-kannst-alles-erreichen-wenn-du-nur-willst-Schema rumkommt, kann ich bloß noch kopfschüttelnd seufzen. Er war stets bemüht.

Aber ein realistischer und deshalb desillusionierender Animations-Film mit Millionenbudget und einer Protagonistin, die am Ende aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts angeschissen dasteht und nichts hat, außer vielleicht noch ihr Leben, spült halt auch kein Geld in die Kassen.

Boah, wie negativ. Ich muss schnell noch so’n Film gucken, um wieder Hoffnung zu schöpfen. Vielleicht Ratatouille. Da können sogar Ratten Küchenchefs werden. Ja, genau! Ich bin hier nicht die Zielgruppe und dieser Text ist deshalb auch nicht besonders relevant. Meine Tochter ist die Zielgruppe, hat ihn gleich zweimal geschaut und findet ihn großartig. Das könnte relevant sein.