X-Men: Apocalypse

Am 27. September 2016 in film

Während bei Disney und Warner die Superhelden mittlerweile über die Konsequenzen ihrer Aktionen nachdenken und versuchen, großflächige Zerstörungen zu vermeiden was ihnen aber nicht gelingt, geht das große Kaputtmachen in der X-Men-Filmreihe von Fox jetzt erst richtig los. Nicht weiter verwunderlich, wenn ein Film den Namen „Apocalypse“ trägt. Das ist ein bisschen schade, denn gerade als X-Men anfing, mir mit „Days of Future Past“ so richtig Spaß zu machen, verliert es sich im vorläufigen Finale allzu sehr in seinen schier endlosen Kämpfen. Da können selbst die Avengers und Superman nur neidisch gucken, wenn man sich anschaut, was hier alles kaputtgeht. Eigentlich alles.

Auch der Traum von einem Finale mit einem Buch, das über den nächsten großen Obermotz, der unbedingt die Welt beherrschen will, hinausgeht. Ein notwendiger Twist, der all das Verlangen nach Zerstörung und Neuanfang irgendwie glaubhaft erscheinen lassen würde, bleibt aus. Was bleibt, ist ein großartiges Ensemble namhafter und talentierter Schauspieler, die sich erfreulicherweise immer noch nicht zu schade dafür sind, in auffällige, vornehmlich blaue Kostüme zu schlüpfen.

Das macht immer noch Spaß und überraschenderweise spielen sie allesamt konsequent und erfolgreich gegen die stetig drohende Ermüdung durch generische Duelle mit einem Feuerwerk an Spezialeffekten an. Leider sind die prominenten X-Men mittlerweile so zahlreich wie die Avengers und ich wünschte mir mehr von Kodi Smit-McPhee zu sehen, der einen richtig guten Nightcrawler (und den nächsten verlorenen Sohn im X-Men Filmuniversum) abgibt und dass Evan Peters als immer noch großartiger Quicksilver endlich mal mehr sein dürfte, als eine musikalische Pause in der Mitte dieser Filme. Auch wenn das wieder ein technisches wie stimmungsvolles Highlight ist.

Der rote Faden der letzten drei X-Men-Filme war aber nun einmal die Beziehung zwischen Professor X und Magneto und die hat ihren logischen Schlusspunkt mit „Apocalypse“ erreicht. Ich bin also gespannt, was als nächstes kommt und bleibe der Reihe weiterhin treu.