Wish I Was Here

Am 2. Januar 2015 in film

Zach Braff erntete für seine Aktion “Wish I Was Here” über Kickstarter zu finanzieren viel Kritik, begründete diesen Schritt aber damit, dass er nur auf diese Weise in der Lage sei, den Film genau so zu machen, wie er es für richtig halten würde und nicht irgendein Produzent aus Hollywood. Klingt plausibel. Ich persönlich hielt die Kritik für im höchsten Maße unangebracht und eh nur von Menschen initiiert, die mal wieder ihre Geldmaschine Filmindustrie in Gefahr sahen.

„Wish I Was Here“ wirkt dann aber gar nicht mal so frech oder gar mutig wie ich es nach Braffs Erklärung erwartet hätte. Ganz im Gegenteil: Ich wüsste gar nicht, was ein Produzent von Außen da noch hätte ändern wollen, was nicht eh schon total typisch und risikoarm ist. Interessant, wie der Film das Ausbrechen aus der Gewohnheit thematisiert, ohne auch nur im geringsten Gebrauch von seiner eigenen Lehre zu machen.

Das bedeutet jetzt nicht, dass „Wish I Was Here“ kein guter Film ist. Es bedeutet bloß, dass ich kaum noch Nerven habe, diese seichten mit Humor angereicherten Dramen, die absolut frei von irgendwelchen Überraschungen sind, bis zum Ende durchzustehen. Stattdessen resigniere ich irgendwann seufzend, sitze es aus und vergesse das Gesehene einfach ganz schnell wieder.