Tornado Outbreak

Am 28. März 2010 in spiel

Irgendwann im Weihnachtsgeschäft 2009 kam das Spiel “Tornado Outbreak” heraus. Und ging in der Fülle eiligst auf den Markt geworfener Titel sang- und klanglos unter. Zu unrecht, denn das Spiel entpuppt sich als durchaus netter Katamari Damacy Klon. Mehr noch. Es hat das gewohnte Spielprinzip auch noch mit einigen Raffinessen ausgebaut. Etwas, das der Katamari Serie trotz vieler Nachfolger irgendwie immer verwehrt blieb.

Wir schlüpfen in die Rolle eines angehenden Windkriegers, der unter den Fittichen seines Lehrers darauf aus ist, ein großer Sturm in der Armada des Windes zu werden. Auf seiner Mission, deren Geschichte ich an dieser Stelle getrost ignoriere, wie ich es auch im Spiel tat, fegen wir in Form eines Tornados über verschiedene Landstriche dieser Erde und saugen dabei alles ein, was uns vor den Vortex kommt. Je mehr wir aufsaugen, desto größer wird unser Wirbel und können wir zu Beginn lediglich umherirrenden Hühnern das Federkleid nehmen, reissen wir am Ende ganze Scheunen und große Häuser ein. Dabei sollten wir immer darauf achten, stets im Schatten der Wolken zu wüten, denn Sonne ist gleich schönes Wetter und schönes Wetter kennt nun mal keinen Sturm, sprich es bremst uns aus.

Das wiederum hilft uns nicht wirklich im gesetzten Zeitlimit unser Ziel zu erreichen. Nämlich kleine Feuergeister unter allen möglichen Objekten ausfindig zu machen und mindestens 50 von ihnen vor Ablauf der Zeit zu einem Generator zu bringen, der uns den nötigen Schatten spendet um in das nächste Gebiet vorzudringen. Der Clou: Bevor wir die feurigen Biester abgeben, können wir sie nach deren Auffinden durch gedrückt halten der RT-Taste an uns binden. Nehmen wir in diesem Zustand erneut Feuergeister auf, bevor die eigenen uns ausbremsen erhalten wir einen temporären Geschwindigkeitsschub und unser Zeit-Multiplikator erhöht sich um die Anzahl der Feuerwesen in unserem Sturm. Unterbrechen wir die Kette, werden die Geister automatisch in den Generator geleitet und wir bekommen die Bonussekunden gutgeschrieben.

Jedes Gebiet, dass wir mit unserem Sturm besuchen, besteht aus drei solchen Abschnitten, bevor wir in einer Art Checkpunkt-Rennen einen Riesenvortex erzeugen und danach einem Endgegner gegenüber stehen. Letztere sind eine gelungene Abwechslung im windigen Alltag und fordern unsere Geschicklichkeit auf eine angenehme Weise heraus.

Grandios: ein zweiter Spieler kann lokal jederzeit ins Spiel mit einsteigen und an unserer Seite im geteilten Bildschirm durch die Landschaft toben. Dadurch wächst “Tornado Outbreak” zum formidablen Gesellschaftsspiel und Zweispieler-Spaßgarant heran. So ausgestattet spielen wir den Titel in ein oder zwei freien Nachmittagen durch, aber nicht zu Ende. Denn jedes beendete Level kann später noch einmal gespielt werden, um irgendwann mal alle Bonusgegenstände sein Eigen zu nennen.

Tornado Outbreak ist mittlerweile für wenig Geld zu haben und hat eine zweite Chance ohne Frage verdient. Der ein oder andere wird darin dann vielleicht wie ich einen kleinen Überraschungshit für zwischendurch entdecken.