Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Am 28. Januar 2018 unter film

Die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, deren Tochter einem grausamen Verbrechen zum Opfer gefallen ist, und ihr persönlicher Rachefeldzug gegen die örtliche Polizei hätte Hollywood wahrscheinlich relativ einfach zu einem schwermütigen Drama für die Tränendrüsen produzieren können. Umso interessanter ist es, wenn Martin McDonagh den Stoff mit rabenschwarzem Humor, haarscharf an der Grenze zur Geschmacklosigkeit oder auch mal mit einem Schritt drüber, anreichert, wobei mir das Lachen nicht selten, ob der mit jedem Detail klarer werdenden Tragik der Gesamtsituation, im Halse stecken blieb.

Da finde ich es schon sehr überraschend, dass der Film trotz dieser Tatsache zu keiner Minute anstrengend wirkt. Ganz im Gegenteil: Jede Szene unterhält auf ihre teilweise makabere Weise ganz hervorragend und ich hätte gut und gerne noch dreißig Minuten länger im Kino sitzen können.

Ich halte die Gebrüder McDonagh ja für den heißesten Export der Insel, und wenn ich mir anschaue, wie Frances McDormand, Woody Harrelson und Sam Rockwell hier zur absoluten Höchstform auflaufen, könnt ihr die Oscars 2018, die für mich eh schon kaum mehr von Belang sind, auch einfach gleich absagen. Viel besser als „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ wird es wahrscheinlich eh nicht mehr.