The Shape of Water

Am 17. Februar 2018 unter film

The Shape of Water ist einer dieser Filme, die auch dann noch in meinem Kopf verweilten, als der Vorhang im Kinosaal längst wieder zugezogen war. Als ich bereits auf dem Weg nach Hause in der Bahn saß und aus dem Fenster ins Schwarz ‪der Tunnel‬ blickte. Als ich später in der Nacht bereits im Bett lag und im Halbdunkel lediglich an die Decke starren konnte, weil an Einschlafen nicht zu denken war. Weil dieser Film eine wundervoll bewegende Hommage an die Geschichte des Kinos ist. Vorweg an den Klassiker „Der Schrecken des Amazonas“, dessen Kreatur er perfekt und jenseits jedes Uncanny Valleys auf die Leinwand zaubert, aber nicht undeutlich auch an die besseren Zeiten von Caro und Jeunet (traurigerweise der einzige, der das scheinbar nicht verstanden hat). Er hat sogar die Lovecraft-Elemente, die Guillermo del Toros Hellboy-Verfilmungen, aus für mich völlig unverständlichen Gründen, vermissen lassen. Er hat eine Geschichte, die Hauptdarstellerin Sally Hawkins mit Bravour versteht direkt ins Herz der Zuschauer zu transportieren und er hat einen Michael Shannon, dessen Darstellung des bitterbösen Antagonisten im Zusammenhang mit einer ausgebliebenen Nominierung nicht weniger als der erste Oscar-Skandal 2018 sein dürfte.

Habe ich mich letztes Jahr noch geärgert, dass der deutsche Erscheinungstermin volle zwei Monate hinter dem US-Release liegt, freue ich mich jetzt umso mehr auf ein baldiges Erscheinen der US-Streaming-Fassung und eine Zweitsichtung auf dem eigenen Sofa.