The Night Before

Am 11. April 2016 in film

Kommen The Green Hornet, Falcon und Robin in eine Bar … und feiern mal so richtig Weihnachten. Da geht einiges. Ja, Filme aus der Feder Seth Rogens oder Evan Goldbergs sind mein Guilty Pleasure. Da bin ich schuldig im Sinne der Anklage, euer Ehren. Weil ich mir bei Rogen immer einbilde erkennen zu können, dass viele seiner Dialoge improvisiert sind und diese dann bei mir fast immer für einen Lacher und wenn nicht, zumindest für einen Schmunzler sorgen.

Mit Joseph Gordon-Levitt und Anthony Mackie hat er in The Night Before außerdem noch ganz wunderbare Mitspieler, die ich ebenfalls gerne vor der Kamera sehe und die diese Party-Odyssee mit ganz vielen kleinen Anspielungen auf klassische Weihnachtsfilme, zu einer neuen, herrlichen Bildschirmunterhaltung für künftige Festtage machen.

Ganz in der Tradition von Filmen wie Bad Santa müssen dafür natürlich haufenweise Drogen konsumiert werden, damit mindestens die Hälfte aller Beteiligten am Ende des Trips eine Erleuchtung und/oder die wahre Bedeutung von Freundschaft erfahren. Ob sich Charles Dickens hier angesichts der eher eigenwilligen Interpretation seiner Weihnachtsgeschichte wohl im Grabe umdreht oder eventuell sogar sehnsüchtig an seine Lebzeiten mit viel Laudanum zurückdenkt? Wer weiß, wer weiß.

Ich gebe zu, das ideale Szenario, um einen neuen Weihnachtsfilm zu schauen hat keine 20 Grad und auch keine zarten, wärmenden Sonnenstrahlen. Aber acht Monate warten wollte ich jetzt auch nicht, um mir diesen Film bei entsprechend passender Wetterlage und mit Lebkuchen in den Supermarktregalen anzuschauen. Dafür ist er dann auch einfach zu gut.

Wie viele Dialoge nach der Übersetzung tatsächlich noch witzig sind kann ich bloß mutmaßen, und warum der deutsche Titel jetzt unbedingt Die Highligen Drei Könige lauten musste, vermag ich nicht zu erklären. Im Mai kommt das Teil hierzulande jedenfalls auf Blu-ray und als Stream raus und dann sind wir ja auch echt schon ein ganzes Stück näher dran an Weihnachten. Da verspüre ich in der Regel zumindest schon den ersten kleinen Hunger auf Lebkuchen.