The Expanse

Am 24. November 2016 in serie

Als Patrick Rothfuss, Autor der „King Killer“-Chroniken, vor vielen Monden in einem Podcast meinte, dass sich doch Bitteschön jeder die Serien-Verfilmung der unglaublich guten „The Expanse“-Buchreihe anschauen solle, öffnete ich sofort den iTunes-Store auf dem Apple-TV und lud mir ohne Umwege die Pilot-Folge der ersten Staffel herunter.

Dort liegt sie heute noch. Angestaubt und ungesehen. Mittlerweile ist die Syfy-Produktion mit ihren zehn Folgen allerdings auch bei Netflix gelandet und damit sozusagen genau vor meinen Füßen. Mit wahnsinniger Geschwindigkeit (gemessen am heimischen Konsumverhalten) haben wir daraufhin alle Episoden zu Ende geschaut, was nicht zuletzt an der ungewöhnlich gelungenen Optik und den teilweise sehr realistischen Zukunftsvisionen dieser Fernsehserie lag.

Vom Plastikgeld in einer Welt, die zu diesem Zeitpunkt im Plastikmüll ersticken dürfte, über den interstellaren Kalten Krieg einer Menschheit, die es nicht mal geschafft hat, auf einem gemeinsamen Planeten in Frieden zu leben bis hin zur omnipräsenten Überwachung mit für alle einsehbaren, transparenten Telefondisplays macht vieles beim Gedanken an unsere Zukunft erschreckend viel Sinn.

Sehr interessant auch die verschiedenen Erzähl-Stränge, die erst nach und nach einen Zopf bilden und dabei politische Ränke, Film Noir und Weltraum Oper vermischen. Am Ende war ich bereit für mehr und ich freue mich auf die angekündigte zweite Staffel. Ich schreibe diese Zeilen, während meine Frau, angeheizt durch die Serie, bereits tief im ersten Band der Buchreihe versunken ist. Das spricht für die Qualität der Serie und des Quell-Materials.