The Drop

Am 15. März 2015 in film

Ab und an gibt es sie, diese Filme, die, subjektiv gesehen, einfach alles richtig machen. „The Drop” mit Tom Hardy ist so ein Film. Gefühlt ist das bei mir jeder Film mit Tom Hardy, wenn ich genauer darüber nachdenke. Egal, ob er Bane, Bronson oder Handsome Bob spielt, es ist mir jedes mal eine Freude ihm dabei zuzusehen.

In „The Drop” spielt er ebenfalls einen Bob, allerdings weniger handsome, eher zurückhaltend und vom Guy Ritchie-Gangster-Kino ist dieser Film auch meilenweit entfernt. Er erinnert viel mehr an die Boston-Crime Romane von George V. Higgins, allerdings mit einer ganz anderen Herangehensweise verfilmt als etwa dessen „Killing Them Softly”, ebenfalls ein von mir sehr geschätzter Film in diesem Genre.

Es geht um Menschen, die mit verdammt viel Geld hantieren, das ihnen nicht gehört und das andere haben wollen, denen es ebenfalls nicht gehört. Das reicht vielen Filmen schon für zwei Stunden Unterhaltung, aber dieser Film will mehr und gibt es einem auch.

Kleine Puzzleteile des großen Ganzen werden feinfühlig ausgelegt und fügen sich erst kurz vor Schluss zusammen. Dann kribbelt es in der Magengrube und man muss erst mal kurz schlucken. Weil die Geschichte aus der Feder von Dennis Lehane passte, weil die Geschwindigkeit, in der sie erzählt wurde passte, und weil jeder Mensch in diesem großartigen Cast passte. So will ich das.