Stromberg - Der Film

Am 10. September 2014 in film

Stromberg, das ist Comedy auf dem schmalen Grat zwischen Fremdscham und angeschwärztem Macho-Humor. Das ist schwierig und funktioniert überhaupt nur, weil Christoph Maria Herbst das so souverän spielt, dass es weh tut. Noch ein bisschen mehr weh, wenn man das Original “The Office” kennt, wo sich “Stromberg, die Serie” viele, wenn nicht sogar die meisten Elemente abgeguckt hatte und dies auch erst beim Anblick der geballten Fäuste der Serien-Erfinder zugab.

Das kleine Wunder, welches Stromberg - der Film vollbringt, ist, dass er mir, trotz anfänglicher Skepsis (die auch noch in den ersten zehn Minuten anhielt) sehr gut gefallen hat. Das Phänomen Stromberg ist immer gewesen und bleibt eine Handvoll sehr guter Schauspieler, die den Rest eben mittragen, auch wenn der noch auf dem Niveau eines Rosamunde Pilcher Fernsehfilms spielt.

Nur noch vier Tote!

Ralf Husmann schrieb eine Geschichte, die auch in der Post(?)-“Tatortreiniger”-Ära noch mithalten kann, obwohl Mizzi Meyer die Latte hier mittlerweile um einiges höher gehängt hat, als es zu Zeiten der Stromberg-Serie der Fall war.

Der Film ist ein gelungener Abschluss und vor allem einer, bei dem doch so vieles hätte schief gehen können. Also ab und an Augen (und Ohren!) zukneifen und durch, Kinners. Sofern ihr überhaupt etwas mit Stromberg anfangen könnt.