Star Trek: 50 Jahre Ärger mit Tribbles

Am 11. September 2016 in serie

Wenn ich heute die deutschen Stimmen von Kirk, Spock und Co. höre, versetzt mich das ganz weit zurück in meine Kindheit. Irgendwas mit Vorabendprogramm, Freizeit und ohne jegliche Verantwortung. Ein gutes Gefühl. Zugegeben, die Synchronisation ist heute keine zwei Föderations-Dukaten mehr wert, weshalb wir zum Geburtstag der Serie bei Netflix auch lieber auf den Originalton zurückgegriffen haben. Ansonsten finde ich das alles aber immer noch sehr unterhaltend. Und das, obwohl ich nach Kirk und seiner Mannschaft nie mehr richtig mit den Ablegern der Serie warm geworden bin.

Natürlich haben wir das Jubiläum zum Fünfzigsten mit der Tribbles-Folge gefeiert. Jetzt macht ihr im Kopf den Picard-Facepalm, ich weiß. Aber Tribbles gehen immer und einer von ihnen ist heute noch mindestens soviel wert, wie zwanzig dieser nervigen kleinen gelben Minions. Außerdem paart sich der Humor der Tribbles-Folge ganz wunderbar mit den grausigen Mode-Visionen der Siebziger und dem Overacting aller beteiligten Nicht-Vulkanier. Mir ist interessanterweise nie aufgefallen, dass die Crew damals schon zum Großteil aus alten Säcken bestand. Und zwar lange bevor Scotty im Kino nicht mehr durch die Tür seines eigenen Maschinenraums passte.

Ich habe die Folge danach noch einmal in Deutsch mit meiner Tochter geschaut. Immerhin ist sie heute in ungefähr dem Alter, in dem auch ich erstmals die Enterprise entdeckte. Auch hier ist die Tribbles-Folge eine erstklassige Einstiegs-Droge. Möchte man meinen. Am Ende war die Kluft zwischen den Geschichten der Ur-Star Trek Crew und den Erzählungen der Star Wars Klon-Kriege aber doch etwas zu groß. Den gelegentlichen Glucksen entnahm ich aber, dass zumindest der Humor ankam. Irgendwie.

Wenn der Rest des Star Trek-Materials Ende des Jahres ebenfalls zu Netflix wandert, heißt es wieder The Trouble with Tribbles. Dann aber aus Sicht von Teilen der Deep Space Nine Kernbesatzung. Auch eine Lieblingsfolge von mir.