Spring Breakers

Am 19. Januar 2014 in film

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich an dieser Stelle im Netz immer mal wieder älteren Stoff besprechen. Es ist diese Jahreszeit, in der ich Dinge nachhole, die ich im letzten Jahr verpasst habe. Dinge, die eventuell auch noch in eine meiner Bestenlisten des Jahres gehört hätten.

Spring Breakers zum Beispiel. Der ist von Harmony Korine, der uns damals schon mit dem Drehbuch zu Larry Clarks Kids überraschte und uns dann mit Gummo von hinten links eins übergebraten hat. Der Typ hat ein goldenes Händchen. Und das beweist er hier erneut.

Spring Breakers ist grell, laut und verdammt unmoralisch. Spring Breakers traut sich, Figuren, die er aufbaut, mittendrin abzusägen. Im Gegenzug macht Spring Breakers scheinbar leere Hüllen zu Hauptfiguren. Spring Breakers zeigt einen Spring Break Trip, der ordentlich schief läuft und ist nicht zu feige, sich davon in keinster Weise zu distanzieren. Spring Breakers ist auch verdammt schön. Sozusagen die hübsche Schwester vom kleinen, hässlichen Gummo. Spring Breakers ist der Spring Break des vergangenen Kinojahrs.

Spring Breakers ist James Franco. Ich bin ein James Franco Fan, ja. Ich mag Schauspieler, die alles spielen können und sich vor allem nicht zu schade sind, das auch zu tun. Spring Breakers ist Musik von Britney Spears und die kleine Sensation daran ist, dass das in diesem Fall keine Katastrophe ist.

Spring Breakers ist in meinen Augen einfach ein gnadenlos guter Film. Ihr solltet ihn alle anschauen. Aber ihr werdet ihn nicht alle gnadenlos gut finden.