BlacKkKlansman

Am 17. September 2018 unter film

Ihr solltet unbedingt BlacKkKlansman, den neuen Film von Spike Lee über den afroamerikanischen Polizisten Ron Stallworth, der sich undercover in den Ku Klux Klan einschlich, sehen. Es ist nämlich nicht bloß ein sehr lustiger Film, den Lee gewohnt souverän mit seiner persönlichen Handschrift umgesetzt hat. Es ist auch ein Film, der von einer Sekunde auf die andere sehr traurig sein kann. Und zwar immer dann, wenn dessen Thematik nicht mit Galgenhumor vermittelt wird, sondern mit der knallharten Wahrheit. Wenn der in den Siebzigern angesiedelte Film unsere gegenwärtige Gesellschaft kritisiert und das Schrecklichste an diesen abstrakten Szenen die Erkenntnis ist, wie abstrakt die Realität bereits geworden ist. Oder wenn der Kinosaal am Ende des Films schweigt, weil allen das Happy End im Halse stecken geblieben ist. Das ist dann zwar ein sehr trauriger (und nicht weniger bewegender) Moment, er schafft aber auch die Gewissheit, dass gesunder Menschenverstand scheinbar noch nicht ganz ausgestorben ist. Für mich ist BlacKkKlansman einer der bisher wichtigste Film dieses Jahres. Wenn nicht sogar der letzten zehn Jahre.