Rambo - The Video Game

Am 26. März 2014 in spiel

Es ist mal wieder mitten in der Nacht und ich bin natürlich hundemüde. Aber ich habe Micha von Insert Moin versprochen, bei einem Podcast über Rambo mitzumachen. Ich hatte damals bereits Rambo auf der Gamescom angespielt und hätte beinahe nicht die dort zum Spiel verteilte Anti-Stress-Granate bekommen, weil ich vom Spiel sichtlich enttäuscht war. Meinen Überredungskünsten sei dank, konnte ich den Entwickler vor Ort überzeugen, mir so eine Gummi-Granate zu schenken, weil ich im Gegenzug dazu auch über das Spiel in einem Video-Podcast berichten würde. Quid pro Quo. Ich hielt mein Versprechen und habe bei Micha in der Kollisions-Abfrage Sondersendung zur damaligen Gamescom nicht ein einziges gutes Haar an Rambo, dem Videospiel, gelassen. Nein, ich werde nicht in den Himmel kommen.

All das ist Jahre her und Entwickler nutzen diese Messen, um zu analysieren, was den Spielern gefallen hat und was nicht. Und dann kann es eben auch vorkommen, dass ein Spiel, welches ich so richtig mies gemacht habe, plötzlich ein glatt geschliffener Diamant mit tollen Features und einfach guter Spielmechanik ist. Dann muss ich erkennen, dass das Spiel zwar eigentlich ganz großer Unfug ist, es aber dennoch so richtig viel Spaß macht. Dann muss ich mich entschuldigen. Nun, Glück gehabt, denn Rambo ist leider immer noch scheiße und nichts von den eben genannten Hypothesen trifft auf Rambo zu.

Wo war ich? Ach ja. Mitten in der Nacht. Gerade bin ich positiv überrascht, dass ich den völlig leergesogenen Move-Controller meiner Playstation 3 per USB laden kann und er trotzdem noch in den Move Pistolen Aufsatz passt! Das sollte ja das optimale Equipment für Rambo sein. Denkste. Move ist per se nicht so mein Ding. Sonys auch nicht und im Gegensatz zu Microsoft gestehen sie es sich auch ein. Move steht derzeit auf dem Abstellgleis und wartet auf seine Renaissance mit Sonys Virtual Reality Set.

Es ist mitten in der Nacht und Charlie haut mir in die Fresse. Ich bin John Rambo und deshalb haue ich zurück.

Dann gibt es die ersten Toten. Ich lege die Pistole an und merke bereits nach einer Minute: Das hier ist nichts für mich und den Move Controller. Zielen geht eh nicht. Für aus der Hüfte schießen bewegt sich aber das Fadenkreuz viel zu schnell und wenn ich mich ducken will, muss ich mit dem Daumen der anderen Hand, oben auf der Pistole herum klicken. Um nachzuladen ebenfalls. Und zu allem Überfluss leuchtet der Controller nicht einmal blau, damit Rambo darüber einen Witz hätte machen können. Chance vertan. Der Move-Pistolen Aufsatz wandert daraufhin in die Tonne.

Mit dem puren Move-Controller geht es etwas besser, das Rambo-Gefühl ist allerdings mit dem Rest der Qualität das Spiels längst über alle Berge. Ich will mit dem Pad weiterspielen aber es ist mitten in der Nacht und entweder bin ich zu müde oder der Move-Controller zu doof, um sich selber abzumelden. Vielleicht auch andersrum. Es gelingt mir jedenfalls nicht, das Spiel mit dem Pad zu zocken. Ein Neustart der Konsole schaltet den Move Controller endlich ab.

Sony sagt, Move war toll. Dann schaust du auf Rambo the Videogame und wischt dir die Tränen aus den Augen. Vor Lachen.

Ich starte Rambo, das Videospiel erneut … und penne dabei ein. Vielleicht ist es besser so, John Rambo.

Den Rest erfahrt ihr im Podcast, drüben bei Insert Moin. Michas um Welten bessere Rezension zum Spiel könnt ihr bei Kollisionsabfrage nachlesen.