Der Kleine Ninja

Am 27. Februar 2014 unter prosa ninja

Eine Geschichte von Torsten Hartmann mit Illustrationen von Eduard Anton

Weißt du, was ein Ninja ist? Nein? Dann möchte ich dir heute gerne etwas über einen Ninja erzählen. Ninja erkennt man vor allem daran, dass sie fast immer schwarz angezogen sind und ihr sie deswegen gar nicht erkennen könnt. Ninja haben nämlich immer eine Maske auf. Schwarz, wie der Rest ihrer Kleidung, und mit einem Schlitz über der Nase, gerade so groß, dass ihre Augen hindurch schauen können. Ninja wollen nämlich nicht erkannt werden.

Ninja

Was Ninja so machen, wollt ihr wissen? Habt ihr euch schon einmal aus eurem Zimmer an den Eltern vorbei ins Wohnzimmer, ins Badezimmer oder in die Küche geschlichen? Genau das machen Ninja. Immer. Sie schleichen den ganzen Tag an irgendwas oder irgendwem vorbei. An Menschen, Hunden, Katzen, ja sogar an Waschbären, Braunbären und Pandabären. In dieser Geschichte geht es um einen ganz besonderen Ninja. Einen kleinen Ninja.

Der kleine Ninja schläft gerade. An der Decke. Das ist nichts Besonderes. Alle Ninja schlafen an der Decke. Das hat sich mit der Zeit so ergeben. So wie du es dir angewöhnt hast, in einem Bett zu schlafen, hängen Ninja lieber an der Decke. Das finden sie gemütlich.

Ninja

Wenn der Wecker des kleinen Ninja jeden Morgen klingelt, tut er das ebenfalls an der Decke hängend. Dann erschreckt sich der kleine Ninja so doll, dass er direkt von der Decke nach unten auf den Boden fällt. Da alle Ninja aber ganz geschickte Turner sind, kommen sie immer mit den Füßen zuerst auf dem Boden auf. Es sei denn, sie möchten mit den Händen, dem Rücken oder dem Kopf zuerst aufkommen. Dann tun sie das auch.

Der kleine Ninja wollte heute Morgen mit dem Kopf zuerst aufkommen. Hat er auch gemacht. Ein bisschen weh tut es ihm nun aber doch. Aua! Etwas benommen schlurft er ins Badezimmer. Er zieht seine Maske herunter bis zum Kinn, gerade so, dass er seinen Mund sehen kann. Dann nimmt er die Zahnbürste und die schwarze Zahnpasta, um sich damit ordentlich die Zähne zu putzen. Moment? Schwarze Zahnpasta, fragt ihr? Ja, Ninja putzen sich wirklich mit schwarzer Zahnpasta die Zähne. Ganz einfach, weil sie so keine weißen Flecken auf die schwarze Kleidung bekommen, wenn sie beim Zähneputzen mal kleckern. Ihr müsst wissen, dass Ninja sehr clever sind.

Ninja

Der kleine Kopf tut dem kleinen Ninja jetzt gar nicht mehr so weh. Gut so, denn dann lässt sich das Frühstück viel besser genießen. Der kleine Ninja isst jeden Tag ein Schwarzbrot mit Schokoladen-Brotaufstrich zum Frühstück. Wisst ihr warum? Genau. Weil man die Schokoflecken nicht auf seiner schwarzen Kleidung sieht, wenn er mal kleckert. Wenn ihr also mal einen roten Ninja seht (was eigentlich gar nicht geht, weil sich Ninja immer gut vor euch verstecken), dann mag der ganz bestimmt gerne Erdbeer-Marmelade zum Frühstück essen. Da sieht man dann die roten Flecken nicht auf seiner Kleidung. Es gibt auch gelbe Ninja, die beim Pipi machen nicht so aufpassen wollen und weiße Ninja, die keine schwarze Zahnpasta mögen. Normalerweise sind aber alle Ninja schwarz angezogen.

Nach dem Frühstück klettert der kleine Ninja aus dem Fenster nach draußen. Das machen alle Ninja so. Türen sind nichts für Ninja. Jetzt denkt ihr vielleicht, das ein Ninja gerne am Boden spazieren geht. Stimmt aber nicht. Ninja klettern durchs Fenster nach draußen und dann an der Hauswand nach oben. Aufs Dach! Denn Ninja gehen nicht spazieren. Sie fahren auch sehr selten mit dem Bus, weil sie dann automatisch immer schwarz fahren.

Ninja

Nein, Ninja springen über die Dächer der Stadt und kommen so überall hin. Habt ihr schon mal im Augenwinkel etwas Schwarzes durch die Luft fliegen sehen und dachtet ihr dann, dass das bestimmt eine Krähe, eine Drossel oder ein anderer Vogel war? Bestimmt war das ein Ninja, der gerade auf dem Weg zum Bäcker war!

Der kleine Ninja will in diesem Moment nicht zum Bäcker. Er hat ja schon ein Schwarzbrot mit Schoko zum Frühstück gegessen. Nein, der kleine Ninja ist gerade auf dem Weg in die Schule. Nur Ninja wissen wo sich die Ninja-Schule versteckt, und nur sie kennen den Eingang, ganz oben, unter dem Dach. Praktisch. Sofern man denn ein Ninja ist. In der Schule lernen Ninja klettern, springen und wie sie sich am besten verkleiden können. Und rechnen. Warum er rechnen lernen muss, weiß der kleine Ninja gar nicht so recht. Aber es macht Spaß und schwarze Zahlen gefallen ihm.

Ninja

In der großen Pause klettern und springen Ninja nicht wie ihr über den Pausenhof. Sie haben ja Pause und hängen sich deshalb zum Ausruhen unter die Zimmerdecke des Klassenzimmers. Der kleine Ninja trinkt dann gerne einen Traubensaft. Der macht dunkle Flecken, falls er kleckert. Was wohl ein roter Ninja gerne trinkt? Oder ein weißer? Am Nachmittag nach der Schule hüpft der kleine Ninja dann über die Dächer in den Park. Dort sitzt er aber nicht etwa auf der Bank oder spielt in einem Sandkasten. Nein, der kleine Ninja sitzt dann in einer Baumkrone und beobachtet andere Menschen. Das mögen Ninja und der kleine Ninja liebt es ganz besonders. Dort sitzt er dann den ganzen Nachmittag und beobachtet alles und jeden.

Ninja

Wenn es dunkel wird, hat der kleine Ninja keine Lust mehr, sich zu verstecken. Dann ist es nämlich viel zu einfach. Das kann ja jeder, sich im Dunkeln verstecken. Wo ist denn da der Witz, denkt er sich. Also hüpft er wieder über die Dächer zurück nach Hause, klettert an der Fassade bis zu seinem Fenster hinunter und verschwindet ganz unauffällig in seinem kleinen Zimmer.

Dort angekommen gähnt er ganz lange und laut. Nach dem Zähneputzen (natürlich mit der schwarzen Zahnpasta, denn auch der Schlafanzug vom kleinen Ninja ist schwarz und möchte nicht mit weißen Zahnpasta-Flecken beschmutzt werden) klettert er müde an der Wand hoch bis zur Zimmerdecke. Oben stellt er seinen schwarzen, kleinen Wecker und schläft schnell ein, nachdem er noch eine Handvoll schwarze Schafe gezählt hat.

Eins, zwei, drei, vier, fünf, chr, chrr, chrrr, chrrrr, chrrrrr.

Ninja

Jetzt wisst ihr, was Ninja sind und was diese den ganzen lieben langen Tag so machen. Und wenn ihr es demnächst einmal in einen Baum rascheln hört, sich etwas auf einem Dach bewegt oder ihr das Gefühl habt, beobachtet zu werden, dann ist das ganz sicher ein kleiner Ninja. Vielleicht sogar dieser kleine Ninja.

Ende.

Ninja

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Thor: The Dark World

Am 26. Februar 2014 unter film

Meine Fresse, habe ich den ersten Teil damals gehasst. Was ich wollte, war ein Vater-Sohn-Superhelden-Kinoabend. Was ich bekam, war eine der für mich miesesten Marvel-Verfilmungen mit Alibi-3D. Ich muss mich ein wenig selbst loben, dass ich jetzt Lust hatte, mir dennoch den zweiten Teil anzuschauen. Und das, obwohl der hierzulande sofort durch seine völlig unverständliche Namensänderung von „The Dark World” in „The Dark Kingdom” negativ auffiel. Ich verdächtige da einen großen Verleih mit Hang zu Prinzessinnen und Königreichen.

Nun, meine Erwartungen waren gleich Null und das ist immer die beste Ausgangssituation. Und siehe da, Thor 2 hat mir gleich viel besser gefallen. Offensichtlich sind die unzähligen Marvel-Verfilmungen eine gute Möglichkeit aus Fehlern zu lernen. Da wäre zum Beispiel der großartige Tom Hiddleston, der als Loki endlich nicht mehr diesen blöden Helm aus “The Avengers” tragen muss. Es wird sich sogar über Totalausfälle der Marvel-Kostümierung lustig gemacht und selbst der König des schlechten Geschmacks, Thor selbst, trägt weniger Bling Bling und mehr Schwarz. Das passt zum allgemein sehr düsteren Look des Films, der optisch so ganz meinem Gusto entspricht.

Ein fester Bestandteil Marvels im Kino ist der massentaugliche Humor, der normalerweise aus Punchlines besteht. Ausgerechnet Thor zeigt jetzt, dass es (zusätzlich) noch eine Stufe besser geht. Der Garderoben-Witz ist mir die Leihgebühr des Films schon wert gewesen. Der restliche Anteil des Ohne-Hose-Slapsticks geht größtenteils auf die Kappe des Skarsgård Clan Familien-Oberhaupts und da hat man gefälligst schon aus Respekt zu lachen.

Im Finale, übrigens der Moment, vor dem ich mich in jedem Superhelden-Film am meisten fürchte, weil dort immer der CGI-Autopilot angeworfen wird um irgendwie die letzten 15 Minuten rumzukriegen, gibt es dann überraschenderweise das, was „Jumper” uns vor Jahren versprochen hat. In gut! Mir fehlen die Worte.

Nach Iron Man 3 ist Thor 2 nun der zweite Marvel-Film, der mir gefallen hat. Verrückt. Ich bin gespannt, wie sich das noch entwickelt und ich freue mich jetzt noch ein Stück mehr auf die Wächter der Galaxis.


Big Bad Wolves

Am 26. Februar 2014 unter

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  • film

An israelisches Kino komme ich selten bis gar nicht. Umso mehr gefiel mir die Aktion, den Film „Big Bad Wolves” im US iTunes Store zeitgleich zum US Kinostart leihen zu können. Habe ich gemacht. Hat sich gelohnt. Dieser Film hat eine Seele, so schwarz wie ein Stück Kohle und geniert sich nicht, trotzdem auch noch seinen Humor darin zu färben.

Im Film beobachte ich hauptsächlich drei Männer. Der eine ist Polizist, der andere Schriftsteller und Vater, der dritte ist ein mutmaßlicher Kinderschänder. Diese Dreiecksbeziehung entsteht wie folgt: Die Tochter des Vaters wurde brutal ermordet und der Polizist vereitelt durch Polizeigewalt die Beschattung des mutmaßlichen Täters. Letzterer kommt auf freien Fuß, ist für seine Umgebung von da an aber ein abgestempelter pädophiler Mörder. Der Polizist wird in Folge der Ereignisse suspendiert. Dann wird’s arg.

“Big Bad Wolves” spielt mit der Angst des Zuschauers. Bereits die handwerklich geniale Eingangsszene lässt zuschauende Eltern unruhig auf dem Sitz hin und her rutschen. Ich verrate euch was: Es wird nicht einfacher. Aber: Trotz einiger unangenehmer Folterszenen, die meiner Meinung nach gerne auch nur in meinem Kopf hätten stattfinden können, verkommt „Big Bad Wolves” zu keiner Zeit zum plumpen Torture-Porn. Diesbezüglich hatte ich nach dem Trailer große Angst. Nein, der Film überrascht hingegen mit seinen tollen Figuren und überdurchschnittlich guten Schauspielern, allen voran Tzahi Grad, eine Art israelischer John Goodmann).

„Big Bad Wolves” versetzt seine Figuren in eine Situation, die keine von ihnen realistisch zu lösen vermag. Und genauso geht es mir als Zuschauer, denn auch ich bekomme zu keiner Zeit handfeste Informationen über die Situation zugespielt. Das macht es intelligenter und dadurch ein Stück weit erträglicher als zum Beispiel „I Saw The Devil”. Es ist ein schweres, aber besonderes Filmerlebnis. Ein Kandidat für meine Jahres-Bestenliste.


Gunslugs

Am 21. Februar 2014 unter spiel

Sorsum kennt ihr nicht. Sorsum war schön. Ehrlich gesagt, kenne ich Sorsum auch nicht richtig. Ich kenne dort nur ein einziges Haus. Das der Eltern eines Freundes. Ich habe viele schöne Erinnerungen an dieses Haus, denn dort haben wir, wenn sturmfrei war, mit dem Neo-Geo gezockt, Alkohol getrunken und Zeugs geraucht. Besonders toll war Metal-Slug auf dem Neo-Geo CDZ im Combat School Modus, wo wir uns um Highscores und Auszeichnungen duellierten.

Dann kam Metal Slug 2, Teil X und naja, dann wurde es mir irgendwann zu bunt. Metal Slug entwickelte sich zu einer Parade recycelter Grafikelemente. Eine traurige Geschichte, die leider noch nicht fertig geschrieben ist. SNK Playmore melkt die Metal Slug-Kuh weiterhin so hart, dass deren leuchtender Euter eigentlich längst die PETA auf den Plan hätte rufen müssen. Erstaunlicherweise finden sie immer noch Plattformen, auf denen es irgendeinen Teil von Metal Slug vorher noch nicht gab. Respekt.

Jetzt gibt es Gunslugs für die Playstation Vita und ist erstmals nach iOS und Android in einer für mich ernstzunehmenden Liga angekommen. Und es sieht aus wie ein Metal Slug Demake. Vom Absprung am Anfang eines Level via Fallschirm bis hin zum benutzbaren (wenn auch oft sinnlosen) Panzer, weckt dieses Spiel stetig Erinnerungen an den alten Titel der Ex-Irem Entwickler.

Und das alles in wunderschön einfacher Pixel-Grafik mit einem ganz wunderbaren Chiptune Soundtrack. Es soll ja Leute geben, die das als Trend abtun und darüber meckern, dass das jetzt jeder macht. Blödsinn. Pixel-Grafik ist eine Kunst, die niemals ausstirbt und das ist auch gut so. Und als Pixel-Schieber kann ich sagen, dass es, in manchen Fällen, auch noch vieles sehr viel einfacher macht. Dieser Punkt soll nicht verschwiegen werden. Und das spiegelt sich dann eben auch im Endpreis eines Produkts wieder.

Gunslugs bekomme ich im Playstation Store hinterher geworfen. Beinahe hätte mir Sony da noch was draufgelegt. Deswegen solltet ihr dieses Spiel auch einfach blind kaufen. Dafür bekommt ihr eine tolle Highscore-Jagd und viele Ideen, die über das Originalkonzept des Run’n’Guns hinausgehen. Zum Beispiel die vielen, an Videospiel-Klassiker angelehnten, bockschweren Minispiele, die es in Gebäuden zu entdecken gibt und für die ich immer ganz klassisch ein paar Goldmünzen dabei haben muss.

Gunslugs fordert, denn ich habe von Haus aus lediglich ein Leben und sogar für die Standard-Bewaffnung ist irgendwann die Munition alle. Designfehler ahoi. Dafür gibt es neue Spielfiguren, die ich auf dem Schlachtfeld befreien und so freispielen kann. Die fangen dann jeweils in dem Level an, wo ich sie aufgespürt habe. Eine klassische Level-Auswahl gibt es also nicht. Perfekt, um sich mal eben die Vita zu schnappen, ein paar Minuten zu spielen, ausgiebig zu fluchen und die Vita dann wieder wegzuschmeißen wegzulegen.

Und natürlich kann ich am Ende meine Punktzahl mit der meiner Freunde vergleichen. Dann kommt es wieder auf, dieses kleine bisschen Combat School-Gefühl. Als säße ich in Sorsum auf dem alten Ledersofa. Hach.


TxK

Am 19. Februar 2014 unter spiel

Ich war nie der Typ Mensch, der auf psychedelische Computer-Animationen stand. Kubricks 2001 mochte ich genau bis zum Einsatz derselben. Zu Zeiten der Acid-Kultur fehlte mir das Acid im Körper. Und mit Jeff Minters Indie-Produktionen im Videospielbereich konnte ich nur solange etwas anfangen, wie die Hardware seine bunten Fantasien noch im Zaum halten konnte. Mit dem Atari Jaguar und Tempest war das vorbei. Bei seinem Visualizer für den Audioplayer der Xbox 360 lief ich erst einmal aus dem Haus und riss dem nächstbesten Passanten die Zeitung aus der Hand. Dort stand, dass die Achtziger lange vorbei waren. Komisch.

Jetzt gibt es TxK. Vom Namen her ist das wohl der traurige Versuch Tempest 2000 und 3000 chronologisch sinnvoll zu toppen und gleichzeitig hipp abzukürzen. Toll. Wie der Name jedoch erfolgreich suggeriert, handelt es sich hier ebenfalls um ein Tempest. Und mehr gibt es auch nicht. Das ist natürlich nicht schlimm, wenn man auf Tempest steht. Ich bin nicht verliebt, lasse mich aber dennoch gerne auf ein Techtelmechtel ein. Und genau da zahlt sich der Vita Port aus. Denn Sonys Kleine ist prädestiniert dafür, einfach mal ein paar Spielminuten in der Bahn, vor dem Einschlafen im Bett oder auf dem Klo einzulegen. Gerade so viel, um TxK noch zu mögen und nie lange genug, um von der Grafik Regenbogen zu kotzen.

TxK ist genau das, was ich erwartet habe: Bunt, grell und Scheißmusik. Steht der Vita sehr gut.

Super: Erreiche ich zum ersten Mal einen neuen Level, merkt sich das Spiel mein aktuelles Set, zum Beispiel die Anzahl Leben, mit denen ich diese Runde erreicht habe. Das jeweils beste Set dient später beim direkten Anwählen eines bereits gespielten Level als Startgrundlage. Es lohnt sich also, mal ein paar Runden früher einzusteigen, um für nachfolgende Level bessere Start-Sets zu erspielen. Das ist auf eine erfrischende Art und Weise so motivierend, wie etwa auf Highscore zu spielen.

Dieser Absatz ist der Musik gewidmet, über die Menschen mit der Gabe Techno-Musik zu beurteilen, jetzt wahrscheinlich Lob aus Eimern auf die Komponisten schütten würden. Dummerweise finde ich Techno zum Kotzen und möchte an dieser Stelle diskret darauf hinweisen, dass ich die Musik scheiße finde.

TxK wäre ein GOTY Kandidat. Aber nicht in diesem Jahrhundert.

Die Steuerung mit dem Analog-Stick finde ich etwas zu schwammig. Die abstrakte Mischung aus Rail-Shooter und Space Invaders spielt sich mit den Richtungstasten deutlich besser und auch hier punktet die Vita, die im Gegensatz zu den großen Brüdern ein gutes “Steuerkreuz” vorweisen kann. Etwas wirr wird es in den Bonusrunden, wenn ein Feature der Hardware genutzt wird, auf das ich bisher gut hätte verzichten können: Der Neigungssensor. Nachdem dieser schon das von mir sehr geschätzte Flower erfolgreich kaputt gemacht hat, nervt er jetzt bei TxK rum, wenn ich mit seiner Hilfe mein Schiff in den nächsten Level und möglichst zentriert durch Tore fliegen lassen soll. Das gute daran, wenn man es gelangweilt ignoriert: es kostet nur Bonuspunkte.

Davon ab sind Tempest und die Vita ein tolles Paar und die Entscheidung darauf zu setzen war goldrichtig. Und der Preis stimmt für ein nicht wenig wichtiges Stück Spiele-Kultur aus der Vergangenheit auch. Passt also.