Better Call Saul (Staffel Zwei)

Am 23. April 2016 unter serie

Was mir an der ersten Staffel Better Call Saul so gut gefiel, war die andere Herangehensweise, im Vergleich zur Mutter-Serie Breaking Bad. Das emotionale Finale war der Höhepunkt einer fast schon seicht feinfühlig erzählten Origin-Story Sauls, in der Bob Odenkirk zur Höchstform auflief.

Jetzt, mit dem Ende der zweiten Staffel und einem deutlichen Fokus auf Mike, ist die Serie in Sachen Drama und spannender Erzählweise dort angekommen, wo auch Breaking Bad angesiedelt war: Ganz oben. Inklusive zwei deftiger Cliffhanger zum Atem anhalten.

Und trotzdem bleibt die Serie ihrer Prämisse treu, das identische Grundthema (Charakterentwicklung zum Bad Guy) grundsätzlich anders anzugehen. Das ist faszinierend, weil ziemlich intelligent.

Wie das Ende aussieht wissen wir von Breaking Bad. Wo und wann es eintrifft ist auch nach zwei Staffeln Better Call Saul noch nicht abzusehen. Ich bin gespannt, wann die Bombe hochgeht.


Vober Dand

Am 18. April 2016 unter film starwars

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Star Wars: The Force Awakens ist als VOD draußen und ich habe ihn an diesem Wochenende bereits zwei Mal gesehen. Zwei Dinge: Zum einen gefällt mir der Einsatz mechatronischer Puppen im Film mittlerweile am besten und zum anderen ist das Wasserschwein Vober Dand unter ihnen mein absoluter Liebling. Er darf zwar nur einen Satz sagen und sorgt dabei auch nicht gerade für Jubelsprünge im Rebellenlager, aber das stört mich nicht. Ich will ihn als Actionfigur auf dem Schreibtisch stehen haben, aus einem Becher mit seinem Gesicht drauf trinken und in einem Schlafanzug mit vielen kleinen aufgedruckten Vober Dands schlafen. Das ist doch eigentlich nicht zu viel verlangt, Disney!

Dickes Danke an Josi für die Namens-Recherche!


Unravel

Am 17. April 2016 unter spiel

Der Graben zwischen Spielern und denen, die die Spiele vertreiben ist groß. Sehr groß. Im Falle von Electronic Arts erscheint er mir außerdem mit Schäferhunden, Nato-Draht und Selbstschussanlagen bestückt zu sein. Und immer, wenn man eine Lanze für EA bricht, machen sie Dinge wie Origin, Online-EA-Konto-Zwang oder sie verkünden großspurig alle Season-Pässe abzuschaffen, um dann das inhaltlich identische Premium-Modell einzuführen. Irgendwie fühle ich mich als Spieler da des öfteren verarscht. Da sind sie mittlerweile natürlich alle gleich, aber bei EA hatte ich in der Vergangenheit nicht das Gefühl, dass da irgendjemand oberhalb der Postabteilung überhaupt noch selbst Videospiele zockt. Das würde aber helfen.

Würde ich an Karma glaube, wäre ich mir sicher, dass Unravel ein Produkt dessen ist. Natürlich wäre das dann die Idee eines EA-Business-Kaspers gewesen, um deren Karmakonto für das nächste Battlefield Premium Super DLC Plus auszugleichen, aber hey: Man nimmt bei qualitativ guten Spielen, was man kriegt. Und Unravel ist großartig.

Es sieht so wunderschön aus, dass ich mich am liebsten in den skandinavischen Settings mit viel Holz und Natur verlieren möchte und nicht selten genau das tue. Dann steht der kleine Yarny, ein Geschöpf aus roter Wolle, bloß noch so da, weil ich diese wahnsinnig detailreiche Umgebung und die kleinen bis großen Tierchen, die in ihr herumwuseln bewundere, während mich die stimmungsvolle Musik so richtig schön einlullt.

Unravel ist aber mehr als eine hübsche Technik-Demo. Es ist gespickt mit Rätseln, die dank der ausgeklügelten und speziellen Spielmechanik, trotz langjähriger Spielerfahrung meinerseits, immer wieder zum Grübeln einladen. Yarnys Wollfaden ist nämlich stets an einer Stelle festgebunden und verliert von dort an mit jedem Schritt ins Level-Innere mehr und mehr seiner Wolle, bis er nur noch ein Garn-Skelett ist und deshalb nicht mehr weiter voran kommt. Deswegen muss ich jeden Schritt planen, um mit genügend Wolle auf dem Konto zum nächsten Knäuel zu gelangen, an dem sich Yarny dann wieder aufwickeln kann, um weiter voran zu kommen.

Zwischen den Knäulen, die auch als Rücksetzpunkte dienen, falls Yarny verunglückt, muss ich Hindernisse erklimmen, Puzzle lösen und darf optional nach versteckten Knöpfen suchen. Und immer wieder über die Umgebung, die tolle Physik des Spiels und die reizenden Animationen Yarnys staunen.

Dass mir diese bisher überaus positive Spielerfahrung (von einigen fieseren Sprungpassagen mal abgesehen) im letzten Drittel des Spiels noch durch irgendwas richtig kaputt gemacht werden könnte, mag ich derzeit nicht glauben. Ich freue mich jedenfalls schon richtig aufs Weiterspielen. Und irgendwie verspüre ich plötzlichen einen starken Drang, zu Ikea zu fahren. Hm.


Drecksband

Am 15. April 2016 unter ansage

Ich bin der Überzeugung, dass die Bezeichnung der Gruppe Frei.Wild als „Drecksband“ keine persönliche Beleidigung der einzelnen Musiker ist, sondern dass es mein Recht ist, auch eine abwertende Meinung über diese Gruppe zum Ausdruck zu bringen.

Man kann am heutigen Dreckstag auch Gutes lesen. Die Drecksband Frei.Wild will nicht Drecksband genannt werden.

via Nerdcore.


Rogue One: Alert Ambient Mix

Am 14. April 2016 unter film starwars

Ich freue mich riesig auf Rogue One: A Star Wars Story und das gar nicht mal nur, weil es eben Star Wars ist, sondern weil Regisseur Gareth Edwards mir mit Monsters und Godzilla bereits in der Vergangenheit zweimal ganz große Freude bereitet hat. Und weil ich mich auf den Star Wars Soundtrack von Alexandre Desplat freue. Und genau das ist für mich das tollste am Rogue One Trailer: die Musik. Und weil ich mir gerne lange Ambient-Tracks mit Audacity und dessen Paulstretch-Filter generiere, von denen ich mich dann Abends atmosphärisch in den Schlaf singen lasse, lag es nahe, das auch mal mit dem Rogue One-Trailer zu tun.

Paulstretch macht oberflächlich erst einmal nichts anderes als die Audioquelle extrem langsam abzuspielen und insgesamt einige Effekte wie Hall darüber zu legen. Das habe ich hier mit dem großartigen Alarm-Soundeffekt gemacht und ihn dann mit weiteren Audio-Elementen des Trailers neu arrangiert. Herausgekommen ist das hier (Kunst. Mag sein, dass das jetzt weg kann):

Rogue One: Ambient Alert Remix auf SoundCloud.