Deep Thought

Am 11. Juni 2017 unter spiel nomanssky

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Mit meinem frisch gewaschenen Lieblingshandtuch über der Schulter habe ich gestern den Super-Computer Deep Thought (aus der so einigermaßen guten Verfilmung des Anhalters von Douglas Adams) in No Man’s Sky nachgebaut. Das Leben, das Universum und der ganze Rest können mir jetzt gar nichts mehr, denn der Basis-Editor ist nur einer von 42 Gründen, warum ich noch immer No Man’s Sky spiele.


Split

Am 5. Juni 2017 unter film

Bevor M. Night Shyamalan sein Mojo irgendwo zwischen dem Avatar und dem Geldbeutel von Will Smith verloren hat, war eines seiner Markenzeichen die überraschende Wendung am Schluss seiner Filme und die größte Herausforderung bestand darin, diese nicht schon im Vornherein von einfachgestrickteren Kollegen, Freunden oder auf den letzten Metern im Kino vom Einzeller im Sitz nebenan erzählt zu bekommen. Heute ist das dank Internet und auch dessen fragwürdiger „Hauptsache Content“-Kultur mancher Medienseiten noch einmal schwieriger. Weil das aber auch einem M. Night Shyamalan durchaus bewusst ist und der mit „The Visit“ neulich erst sein Mojo wiedergefunden hat, liegt der Fokus bei „Split“ nicht mehr ganz so stark auf der überraschenden Wendung sondern auf James McAvoy mit gewöhnungsbedürftiger Charles Xavier Gedächtnisfrisur. Das Genre der Horror Thriller ist dabei alles andere als meins, aber als großer Fan von Shyamalans „Unbreakable“ gebot es sich trotzdem sein neues Werk zu begutachten. Das hat sich dann durchaus auch gelohnt, obwohl der Film für meinen Geschmack viel zu sauber aussieht und ich finde, dass ein etwas körniger, dreckiger Look dem Ganzen bestimmt gut gestanden hätte. Und dann kommt sie doch noch, die große Überraschung. Nämlich die, dass man in einem M. Night Shyamalan Film, achtzehn Jahre nach „The Sixth Sense“ noch überrascht werden kann. Er ist zweifelsohne ein Genie.


FEZ x Minecraft

Am 30. Mai 2017 unter fez spiel

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Da habe ich den LEGO Gomez nun schon in No Man’s Sky und in LEGO Worlds gebaut und noch nicht in Minecraft? Diesen Umstand haben meine Tochter und ich gestern zum Anlass genommen, um mal wieder eine Stunde in Mojangs Klötzchen-Editor kreativ zu sein. Das bedeutet im Klartext: Ich habe Gomez gebaut und meine Tochter hat ihn danach mit Wasser gefüllt und ein „Pinkelloch“ hinzugefügt. Jetzt pinkelt Gomez also stetig und ohne Unterlass in den Teich von Yubabas Badehaus. Auweia. Mehr Bild gibt es hier: LEGO Gomez x Minecraft auf Imgur.


Logan Noir

Am 29. Mai 2017 unter film noir

Der beste Film des Jahres ist im nordamerikanischen iTunes Store angekommen. Unter anderem in schwarzweiß, sofern ihr die iTunes Edition oder die kommende Blu-ray kauft. Optional könnt ihr aber auch einfach die farbige Leihversion wählen und den Farb-Regler eures TV-Geräts ganz herunter drehen. Haben wir auch gemacht. Kommt wahrscheinlich das Gleiche bei raus. „Logan Noir“ heißt das dann offiziell und gefiel mir tatsächlich noch einmal besser als das Original. Zum einen stellt es deutlich die knapp siebenhundert Liter Blut wieder etwas in den Hintergrund und zum anderen passen die Graustufen ganz herrlich zur tragischen Note des Films. Tut euch also einen Gefallen und schaut Logan in Noir. Ich habe passend zum Thema außerdem noch ein neues Schlagwort eingeführt. Unter noir findet ihr künftig Filme, die mir ohne Farbe noch besser gefallen haben.


Alien: Covenant

Am 19. Mai 2017 unter film

Seit ich Anfang der Achtziger heimlich durch den Türspalt zum heimischen Wohnzimmer der Eltern dabei zuschaute, wie John Hurt zuerst die Spaghetti Bolognese und danach einen extraterrestrischen Parasiten auf den frisch gedeckten Tisch brach, lässt mich die Kreatur des exzentrischen Künstlers Giger nicht mehr los. Anfangs war meinem elf- oder zwölfjährigen Ich zwar noch so mulmig zumute, dass es nächtelang das Licht anlassen musste, um überhaupt irgendwann einmal zu schlafen, aber schon ein paar Jahre später mit James Camerons Aliens wurde mir klar, dass diese Reihe etwas ganz besonderes ist. Und tatsächlich standen mir gestern, mittlerweile zu einem ebenso furchtlosen wie bärtigen Mann herangewachsen, die Haare im Nacken immer dann zu Berge, wenn wieder das eingängige wie einfache musikalische Alien-Thema von Jerry Goldsmith aus den Boxen schallte. Gepaart mit einem Gefühl schaurig schöner Nostalgie. Bis dahin wusste ich gar nicht, wie sehr ich einen Alien-Film auf der Kinoleinwand vermisst habe.

Covenant verknüpft die Handlung der Alien-Filme mit den Ereignissen des fünf Jahre älteren Prometheus und ist damit gleichzeitig ein Vor- und ein Nachfolger. Dessen bewusst, dass es weniger Freunde von Prometheus als von Alien und Aliens gibt kann dieser Satz gerne als Warnung verstanden werden. Katherine Waterston als Captain Daniels, der immer großartige Michael Fassbender als Android Walter und ein überraschend gut ins Team passender Danny McBride als Pilot steuern dann aber doch sehr zielsicher in die Sphere der Ur-Serie hinein. Und das kann jetzt gerne wieder als Entwarnung aufgefasst werden.

Audiovisuell setzt der Film für mich Maßstäbe, obwohl oder vielleicht auch weil mir die Lautstärke des lokalen Astor-Kinos beinahe das Gehirn zermatscht hätte. Überall blinken und leuchten herrlich gestaltete Displays, der Bordcomputer Mother kommentiert gewohnt gleichgültig Katastrophen sowie Einzelschicksale und es knarrt und knirscht schweres Gerät, während es zu fantastischen Partikel-Effekten anderes schweres Gerät zerstört. Beeindruckend.

Der Handlung gelingt dabei ein Balanceakt zwischen dem Beantworten einiger offener Fragen und einem verspielten Körperteil-Bingo bezüglich des Ausbrütens neuer Parasiten. Ein Kniff nach der ersten Hälfte des Films bringt das Ganze richtig ins Rollen und entschädigt für die mit dem Zaunpfahl ins Gesicht angedeutete und für alle außer den Protagonisten ziemlich vorhersehbare Wende am Schluss des Films. Wenn das Licht im Saal angeht und das Blut literweise am Schiffsboden stockt, entsteht im Gesamtbild ein wunderschön geschwungener Pfad zu kommenden Alien Filmen. Das ist so philosophisch. Könnte auch von Walter sein.