Outrage Coda

Am 9. Mai 2018 unter film

Takeshi Kitanos Outrage, der Dritte. Macht vieles genau so, wie Teil Eins und Zwei, hat aber irgendwie weder Tief- noch Höhepunkt. Eine gerade Linie, wie die Gestik des Meisters selbst, auf der sich alle gewohnt anschreien (auch wenn das beim deutlich gealterten Kitano-san selbst nicht mehr ganz so laut ist), beleidigen und gelegentlich blutig über den Haufen schießen. Das sich zu den gut zwei Dutzend gleichangezogenen Männern nun auch noch eine Organisation aus Südkorea gesellt, macht es nicht einfacher durch die Intrigen der Familien Hanabishi, Kimura, Sanno und Chang durchzusteigen. Zum Ende hin, wenn die Rollen der Darsteller weitgehend dezimiert sind, wird es aber deutlich übersichtlicher. Trotz der Gewalt, vielleicht auch weil die im Vergleich zu den Vorgängern etwas abgenommen hat, wirkt Coda lediglich wie ein seichter Abschluss der Trilogie. Eine Prise Melancholie zum Abschied, was Kitano ja eigentlich beherrscht, hätte dem Ganzen gut gestanden, blieb bei mir allerdings komplett aus.