Out Of The Furnace

Am 17. März 2014 in film

Ich bin, was objektive Beurteilung von Filmen angeht, sehr unsicher. Meine Frau versicherte mir aber, dass ein Film wie Out of the Furnace bei der breiten Masse nur durchfallen kann. Das erklärt zumindest im Ansatz, warum er bei der Meta Kritik von Rotten Tomato mit knapp über 50 Prozent durchgefallen ist. Wie meiner Frau ist das glücklicherweise auch mir ziemlich egal. Denn Out of the Furnace ist ein gewaltiger Film. Er nimmt sich Zeit. Er formt seine Figuren, stellt sie mir vor. Lässt sie oft nachvollziehbar und vor allem überraschend real agieren.

Out of the Furnace ist auch wunderschön, weil seine Musik die Bilder so perfekt trägt. Er ist aber auch unangenehm, weil er in die Abgründe der Seelen seiner Figuren blicken lässt. Und Out of the Furnace ist ein halbes Dutzend kaputter und/oder hässlicher Menschen in einer richtig kaputten und hässlichen Welt. Woody Harrelson spielt das, was er am besten kann: Eine Figur, der ich am liebsten durch die vierte Wand in die Fresse hauen möchte. Einziger Unterschied: Er spielt diese Figur mitunter wirklich Angst einflößend, sodass ich lieber ruhig bleibe.

Und Bale? Bale haut sie alle weg. Allerdings nicht mit der Faust, sondern mit seiner gewaltigen Art zu spielen. Klingt abgedroschen, aber hier stellt er einige seiner hochgelobten Rollen nochmal deutlich in den Schatten, wie ich finde. Ich kann es nicht oft genug sagen und ich zitiere hier noch einmal meine Meinung zu Meta Kritik:

Scheißt auf Meta-Kritik. Out of the Furnace ist ein starker Film!

Falls euch „Out of the Furnace” so gar nichts sagt: Der Film trägt im Deutschen den tollen Titel „Auge um Auge”. Macht Sinn. Nicht.