Norsemen

Am 20. Januar 2018 unter serie

Es spricht für die allgemeine Akzeptanz der Streamingdienste, wenn mir jetzt sogar schon die Schwiegereltern ihre Serienentdeckungen auf Netflix ans Herz legen. So geschehen mit der norwegischen Produktion Norsemen, die die Hälfte von euch mit ihren lediglich sechs Folgen zu 30 Minuten wahrscheinlich vor dem Frühstück, also um 13 Uhr, durchschaut. Der Grund, warum ihr das ganz bestimmt tun werdet, liegt in der Natur der Serie, die weniger im Fahrwasser der History Television-Produktion Vikings mit schwimmt, als vielmehr den Wikinger Alltag zwischen gesellschaftlicher Verpflichtung und gepflegtem Brandschatzen mit zwei Prisen The Office darzustellen vermag. Was auf dem Papier total verrückt klingt, funktioniert dank des rabenschwarzen Humors in der Realität ausgesprochen gut.

Als Liebhaber fremder Sprachen im Zusammenhang mit für mich verständlichen Untertiteln war ich angesichts der englischen Sprache zwar etwas enttäuscht, allerdings relativierte sich dieser Zustand recht schnell, als ich erfuhr, dass die norwegische Crew jede Szene zuerst in norwegisch und danach für das internationale Publikum in englisch aufgenommen hat. Das nenne ich Einsatz und Liebe zum Projekt.

Wie ich soeben herausgefunden habe, enthält das Internet bereits Spuren einer anstehenden zweiten Staffel und das macht mich gerade ausgesprochen glücklich.