No Man's Sky: Die Reise zum Hub

Am 18. Dezember 2016 in spiel nomanssky

Was machst du eigentlich immer noch in No Man’s Sky? Eine Frage, die mir, online wie offline, ziemlich oft gestellt wird. Nicht viel, sage ich dann und zucke wahrscheinlich eher abwesend mit den Schultern. Ich reise. Anfangs reiste ich vom äußeren Rand der Galaxie zum Zentrum. Als ich dort angekommen bin, flog ich wieder zurück zum äußeren Rand. Beziehungsweise fliege ich immer noch, denn das dauert. Ich bin auf dem Weg zur Rentocniijik-Region. Dieser eigentlich isländischen Vulkanen vorbehaltene Name gehört einem Quadranten, den sich mehrere Spieler ganz im Geiste des alten Sir Peter Weyland für ein Kolonialisierungs-Projekt herausgepickt haben.

Meine Frau und ich entdeckten vor einigen Tagen, dass sie sich in unmittelbarer Nähe zu genau diesem Quadranten befand, woraufhin wir uns entschlossen, uns beide ebenfalls dort zu treffen. Wir wollen unser eigenes System im Galactic Hub, so nennt sich das Projekt, besiedeln. Sie benötigt dafür etwa 90 Sprünge durch den Hyper-Raum, ich circa 400. Davon habe ich nun gut ein Drittel geschafft.

Damit die lange Reise nicht zu langweilig wird, habe ich die nötigen Zwischenstopps zum Einsammeln der Ressourcen für die garstigen Warpzellen außerdem dazu genutzt, um mir ein wirtschaftliches Standbein aufzubauen: Ich bin jetzt Farmer. In meinem Frachter, der aufgrund seiner bizarren Form irgendwie einer Mischung aus einem elektrischen Rasierer und Howard, der Ente ähnelt, baue ich pflanzliche Rohstoffe für Schmiermittel an. Diese kann ich direkt daneben, an meiner neuesten Errungenschaft, einem eigenen Handelsinterface, auf dem intergalaktischen Markt verkaufen. Der Rubel rollt. Ich plane, das Ganze noch für andere Rohstoffe auszubauen. Zeit dafür habe ich ja.

Und dann hat die Reise noch einen interessanten Nebeneffekt. Ich habe vor meiner Abreise im Zentrum der Galaxie eine Bodenbasis auf einem der Planeten dort errichtet. Zu ihr kann ich mich jederzeit von einer Raumstation, die jedes zu bereisende System in No Man’s Sky aufweist, zurück beamen. Ich werde mich also gleich nach meiner Ankunft erst einmal über eine Distanz von zwölfdrillionen Lichtjahren zurück zum Zentrum teleportieren. Nur um dann einmal „Schön“ zu sagen, bevor ich gleich wieder zurück in den Teleporter steige und eine neue Station im Hub errichten werden. Hoffentlich in einem System mit meiner Frau. Uns in dem dort herrschenden Gewühl zu finden wird sicher die schwerste Aufgabe dieser Mission. Aber darüber kann ich mir noch Gedanken machen, wenn ich angekommen bin. Irgendwann.