Minions

Am 6. Juli 2015 in film

Text:Ich und Animationsfilme. Es ist ein Drama. Minions hätte das ändern können. Wenn dessen geistige Mütter und Väter Eier, größer als die der Wachtel, gehabt hätten. Dann wäre aus Minions nähmlich das geworden, was der erste Teaser noch versprach: Ein über die sprachlichen Grenzen der Welt hinaus verständliches Werk leicht vertrottelter Slapstick Comedy. Ein Road Movie mit drei kleinen gelben Eiern, die sich über die Eigenarten der Welt lustig machen, während wir uns über sie lustig machen und … woah, Vorsicht, Vorsicht! Zwei Schritte zurück! Drei Schritte! Noch einen … so. Tief durchatmen! Tief … durchatmen. Das ist doch hier kein Wunschkonzert! Wer soll denn das lustig finden?! Nee, wir machen das wie immer. Keine Überraschungen oder dergleichen Gedöns. Aber danke für die Vorschläge, wir packen sie in den Trailer und lassen später dann den Film genau so anfangen. Den Kindern ist es doch eh egal!

Und tatsächlich. Das Kino bebte förmlich vor Gelächter. Klar, er hatte seine (morbiden) Momente, aber mitunter hatte ich das Gefühl, es war völlig egal, was da gerade passierte, hauptsache, ein Minion guckt blöd. Was sie eben immer tun. Dann hat sich wieder irgendwo ein Kind vor Lachen eingenässt. Ein sehr kleines Kind. Meine siebenjährige Tochter ist skeptisch. Vielleicht sind die Siebziger, mit ihren skurrilen Idolen ja einfach nicht so ihre Zeit, könnte ich vermuten.

Am Ende gab es dann sogar noch vereinzelt Applaus. Was? Anstelle im Abspann von Minions zu klatschen, könnte man ausgewählten Autoren echter Filmkunst im kleinen Kino gegenüber zum Beispiel auch einfach in die Fresse hauen.