Meine Spiele des Jahres 2014

Am 28. Dezember 2014 in ansage spiel

Der Baum steht, der Urlaub naht, die Nerven sind am Ende. Zeit für mich, das Jahr in Sachen Spielen Revue passieren zu lassen. Um es mit den Worten Marc-Uwe Klings zu sagen:

Viel Schönes dabei.

Nicht zuletzt Shadow of Mordor, welches ich erst vor ein paar Tagen durchspielte und das höchstens dadurch negativ auffiel, dass ich nicht die kleinste Belohnung nach dem Beenden erhielt. Bloß noch mehr DLC-Ankündigungen. Egal, denn nach dem enttäuschenden Assassin’s Creed Unity war es erstmal wichtig zu sehen, was meine PS4 überhaupt kann und das hat Mordor eindrucksvoll gezeigt.

Bevor Ubisoft bei mir an Ansehen verlor, weil sie besagtes Assassin’s Creed voll gegen die Wand gefahren haben, sah es noch so aus, als wären sie wieder diejenigen, deren Produkte mein Spiele-Jahr bestimmen würden. Das wunderschöne Child of Light und das großartige Valiant Hearts waren tolle Momente der letzten zwölf Monate und haben es beide verdient, in einem Text über die Spiele des Jahres genannt zu werden. Weil mich ersteres zurück zum Rollenspiel und letzteres zurück zum Adventure geholt hat.

Resogun erschien eigentlich bereits Ende 2013, aber hey: Ich mache hier die Regeln! Außerdem ist es das erste Shmup seit Jahren, welches mir endlich mal wieder sehr gut gefällt (Merkt ihr was? Drei Spiele aus Genres, die ich für mich gedanklich bereits zu Grabe getragen habe, überraschten mich in 2014 wieder). Als ich im letzten Level bei Resogun kurz davor war, das Spiel zu verlieren, kaum noch Energie und kein Leben mehr übrig hatte, fand ich mich plötzlich in einem Zen-gleichen Zustand wieder und fühlte, dass ich gar nicht mehr verlieren konnte. Mit einem Mal kontrollierte ich das Spiel. Ich wich den gezielten Schüssen meiner Gegner nicht mehr aus, ich bestimmte, wohin sie diese abfeuerten. Ein erhabenes Gefühl. Dann habe ich es durchgespielt. Mit einem Credit. 1CC, Suckers! Ein später, aber ganz, ganz großer Moment in meinem Videospiel-Leben.

Jetzt wird’s ein wenig seltsam, aber: Wenn ich ganz ehrlich bin, hat mich dieses eine Spiel so richtig umgehauen. Eins, welches viele (Ein Beispiel für „Viele“: Ein Spieler von zehn kauft sich ein Spiel und fand es zu kurz. Die anderen acht „Spieler“ lesen das bei Twitter und finden es dann auch zu kurz.) gar nicht als solches gesehen haben, sondern eher als Bezahl-Demo beschimpften. Das ist mir alles egal, denn ich habe mit keinem anderen Spiel dermaßen viel Spaß gehabt: Metal Gear Solid V: Ground Zeroes.

Ein großer Spielplatz mit der perfekten Mischung aus stromlinienförmiger Mechanik und zwei Kellen Nostalgie. Wochenlang habe ich dieses Spiel gezockt, bis ich auch die letzte Trophäe erspielt und das letzte Geheimnis entdeckt habe und ich kann es kaum erwarten, das Hauptwerk „Phantom Pain“ in meinen Händen zu halten. Es werden wahrscheinlich einige denken was das hier soll, aber ja, dies ist mein Ernst. MGSV: Ground Zeroes ist für mich ein und vielleicht sogar der Titel des Jahres.

Wenn diese Seite irgendwann einmal Kommentare unterstützt, kommt ihr einfach zu diesem Artikel zurück und fragt mich, ob und wenn ja was ich beim Schreiben dieser Zeilen geraucht habe.