Kilo Two Bravo

Am 21. Februar 2016 in film

Der nächste Film, der mit “This is a true story” anfängt und nicht in Fargo spielt (also gar keine true story ist), wird von mir einfach ausgemacht. Basta. Mal ehrlich: Es ist weit effektvoller, am Ende eines Films darauf hinzuweisen, das sich all das Gesehene so oder so ähnlich tatsächlich abgespielt hat. Dann ginge ein Raunen durch die Menge, Hände würden vor den Mund gehalten werden, jemand würde schlucken. Aber so?

Kilo Two Bravos wahre Geschichte über eine Einheit der Britischen Streitkräfte in einem Minenfeld in Afghanistan ist hart und sie nachgespielt anzuschauen nicht immer einfach. Die Bilder sind schonungslos und die Perspektive durchgehend ausweglos. Ab und an konnte ich verlegen über frivolen Armeehumor lachen, die meiste Zeit über aber wartete ich angespannt auf detonierende Minen oder starrte zu phonetischen Militär-Codes in offene Wunden. Harte Kost.

Am Ende wird vor allem eins klar: Minen einzusetzen ist die beschissenste Idee seit Agent Orange. Diese Erkenntnis wird vortrefflich vermittelt. Das ist gut, aber nicht gerade die geeignetste Unterhaltung für einen Samstagabend. Außer man guckt danach noch schnell eine Episode Mind of a Chef, in der David Chang in einer Destillerie beim Whiskeytesten vom Stuhl fällt.

True Story, Bro.