Jason Stathurday: Redemption

Am 27. Januar 2016 in film jasonstatham

Wenn irgendwann mal den richten Personen auffällt, dass christliche Feiertage so gar nicht mehr zeitgemäß sind, ist hierzulande guter Rat teuer. Was feiern wir denn dann? Ideen gibt es im Netz zuhauf und in Zeiten, in denen man zwar Angst vor den eigenen Nachbarn, nicht aber mehr vor der bösen Hexe im Wald hat, machen sie so viel mehr Sinn, als alle noch christlichen Feiertage: Burgernacht, Erster Burgertag, Zweiter Burgertag, Veganes Fest, Katzentag, Hundetag (beides nicht kulinarisch), Autofreier Sonntag oder Fahrradfreier Montag (für Autofahrer).

Eine Idee meinerseits, die ich unheimlich gut fände, wäre der Jason Stathurday: Ein Samstag mit Filmen von Jason Statham. Zum Beispiel anstelle des Buß- und Bettags. Ein Jason Stathurday ergibt ganz furchtbar wenig Sinn und passt daher ganz wunderbar ins klassische Muster des deutschen Feiertags. Es ist wohl die viel zitierte Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet in unserer ganz persönlichen Testphase dieses aufstrebenden Feiertags der Jason Statham-Film unserer Wahl mit einer Nonne in einer Kirche beginnt.

Auch im weiteren Verlauf des Films steht diese Person viel zu oft im Mittelpunkt und trägt durch ihre schwer zu ertragene Unschlüssigkeit zwischen lammfromm und scheinheilig nicht gerade zur Erträglichkeit dieses Streifens bei. Es mag nicht für jeden nachzuvollziehen sein, aber je weniger Jason Statham in seinen Filmen redet, desto schlechter sind sie.

Das liegt natürlich an seiner unglaublichen Stimme, und die hat auf mich einen ähnlichen Effekt wie Alkohol. Da werden selbst durchschnittlich gute Veranstaltungen einigermaßen erträglich. Redet er allerdings wenig, erlebe ich den Effekt von alkoholfreiem Bier, das zwar ähnlich schmeckt, aufgrund des ausbleibenden Betäubungseffekt aber nach einiger Zeit bloß noch Bauchschmerzen verursacht und keine Veranstaltung wirklich retten kann. Jason Statham redet in Redemption leider sehr wenig. Das ist doof, vor allem, weil ich gar kein Bier mag.

Meine Hoffnung ruht jetzt auf einen der nächsten Samstage, die wir zum Jason Stathurday erklären. Vielleicht dann eher mit einem seiner Klassiker: Snatch, Revolver oder der sträflich unterschätzte London. Mal sehen.

Morgen ist in einer besseren Welt übrigens Tag des chinesischen Essens zum Mitnehmen und somit ganztägig frei.