Interstellar

Am 9. November 2014 in film

Es ist 21:00 Uhr und ich sitze mit einer Packung M&Ms (gelb) im Kino. Interstellar, der neue Film von Christopher Nolan fängt an.

170 Minuten später

Es ist kurz vor Mitternacht. Interstellar, der neue Film von Christopher Nolan ist vorbei, meine Packung M&Ms (gelb) immer noch voll und mein Mund steht, wie so oft in den letzten drei Stunden, weit offen.

Kurzum: Interstellar hat mich umgehauen. Vor allem die Art, wie er aufgebaut ist. Es ist ein ruhiger Film mit viel Dialog (in denen sich Matthew McConaughey sichtlich Mühe gibt, deutlich zu sprechen) und zwei, drei Momenten, in denen ich aus der Hypnose der Bilder gerissen wurde, weil die Figuren gerade die volle Packung Astrophysik in die Fresse bekommen.

Was mich im Nachhinein und im Angesicht der immer noch hohen Nutzer-Wertung auf Internet Movie Database sehr wundert: Gibt es etwa doch noch viele Menschen, die ruhige, lange Filme gut finden? Die einen Moon oder Interstellar einem Transformers vorziehen? Das wäre ja fantastisch und zur Abwechslung mal eine Welt, in der ich mich pudelwohl fühle!

Und tatsächlich: Das randgefüllte Kino war in den vielen Szenen des Films, in denen oft gar kein Ton existierte und die so umso packender wirkten, mucksmäuschen still. Das verwirrt mich, aber ich werde meine Hand nicht dafür ins Feuer halten, dass das bei eurem Kinobesuch genauso sein wird. Aber ich wünsche es euch, damit ihr Nolans (und Hans Zimmers) Hommage an den Kubrick genauso gut in Erinnerung behaltet, wie ich es durfte.