Foxcatcher

Am 15. März 2015 in film

Kommen der Hulk, Magic Mike und die 40 Jahre alte Jungfrau in eine Bar und drehen einen Film über das Ringen. Ringer, das sind die Sportler, die bei Olympia in der Abstellkammer schlafen. In Schichten, weil die Tischtennis-Spieler ja auch mal müde sind. Ich finde ja generell jeden Sport doof und da haben Filme über diese Thematik schon von Vornherein einen schlechten Start bei mir, aber dann auch noch ausgerechnet Ringen? Da verhält sich Foxcatcher bei mir allerdings so ein wenig wie Makkaroni mit doppelt Käse. Ich mag’s, aber ich weiß nicht so recht, wieso. Eigentlich sollte ich Foxcatcher mit seinem ermüdenden Tempo als einschläfernd empfinden, aber es hat einfach etwas hypnotisierend Schönes, wenn Channing Tatum einfach mal gar nichts sagt und Steve Carell bei jedem Satz, den er mit versteinerter Mine spricht, bei mir eine Gänsehaut verursacht. Marc Ruffalos Bart sei hier noch ein Extra-Satz gewidmet: Ich halte nichts von Online-Petitionen, aber eine solche an Joss Whedon und Marvel gerichtet, mit der Forderung, dem Hulk in zukünftigen Avengers-Fortsetzungen einen Bart zu verpassen, würde ich mit den Namen aller meiner Angehörigen und Bekannten unterzeichnen. Ich mag Foxcatcher sehr und ich finde, man kann Carells mutige Charakter-Darstellung gar nicht oft genug loben und wünsche mir für die Zukunft noch mehr Überraschungen dieser Art.