Force Majeure

Am 19. April 2015 in film

Ich habe keine Ahnung von Skifahren und habe auch nicht vor, das zu ändern. Schnee ist nach drei Tagen doof. Ruben Östlund aber bastelt hier aus einem Skiurlaub im modular aufgebauten Nobelhotel eine zweifelsohne interessante, mitunter sogar surreal wirkende Szenerie. Das Problem, welches ich mit seinem Film Force Majeure habe, ist der ganze Rest. Eine Stunde passiert nicht wirklich irgendwas, dann baut sich plötzlich doch irgendwie ein gewisses Interesse an den Figuren auf, bevor das Ende alles mit seinem dicken Hintern wieder einreißt. Dann spielt das Drehbuch jeder Figur, die vorher irgendwie ein Problem hatte, eine Möglichkeit zu, sich doch noch zu beweisen. Es gab zig Stellen im letzten Drittel, an denen der Film einfach hätte aufhören können und ich dann sogar zufrieden gewesen wäre. Weil ich dann etwas hätte mitnehmen können. Etwas, über das ich jetzt noch hätte nachdenken können. So gibt es da nichts, außer dieses seltsame neue Bild von einem Skiurlaub, welches jetzt in meinem Kopf herumschwirrt.