Fantastic Beasts And Where To Find Them

Am 23. April 2017 in film

Ich bin, nicht ohne anfängliche Skepsis, ein großer Fan der Harry Potter Bücher, und obwohl ich den Großteil der Filme eher so mäßig finde, hält sich David Yates erster Teil der „Deathly Hallows“-Verfilmung (zusammen mit Days of Future Past und Skyfall) hartnäckig in meinen Mainstream-Kino-Favoriten. Und weil ich es für eine große Frechheit halte, das Drehbuch eines Theaterstücks als Buch zu verkaufen, habe ich „Harry Potter and the Cursed Child“ natürlich ausgelassen, weshalb mir ein neuer Yates-Film im Potter-Universum jetzt gerade sehr gelegen kommt.

Es ist etwas schade, dass dieser Ableger der Potter-Geschichte, Achtung, ganz was Neues, in New York spielen muss, aber dafür gibt es ja zum Glück den Briten Eddie Redmayne, der wie ein britisches Sandwich von Max Halley optisch zwar eher so mäßig was hermacht, am Ende aber wohl ganz großartig schmeckt. Und er ist in seiner Rolle als sozial leicht angeknackster Newt Scamander schlicht großartig.

Natürlich gibt es ganz viele mal mehr und mal weniger fantastische, aber immer ganz furchtbar bunte Viecher zu sehen. Und so richtig mögen diese computeranimierten Gestalten nicht ins triste Braun des New York der Zwanziger Jahre passen. Während Rest Hollywood hier gerafft hat, dass ab und an etwas Handfestes einfach am besten zu echten Schauspielern passt, sitzen David Yates und Luc Besson scheinbar immer noch gemeinsam am George Lucas Gedächtnistisch und lassen alles animieren, was nicht bei Drei in der Maske sitzen kann.

Aber damit kann ich bis zu einem gewissen Grad leben. Im Gegensatz zur Gastrolle, die der wenig überraschende Twist am Ende mit sich bringt und die mir sicher noch Albträume bescheren wird. Albträume, bei denen ich nachts schweißgebadet mit der Angst aufwache, dass dieser Mensch sich jetzt in alle Filme schleicht, die ich noch gerne sehen würde. Und nein, es ist leider nicht Nicholas Cage. Wie dem auch sei: Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Gesehenen aber sehr zufrieden und freue mich auf weitere Abenteuer mit Newt Scamander. Gerne auch mit weniger bunten aber dafür vielleicht ästhetisch ansprechenderen Biestern.