Ex Machina

Am 21. Juli 2015 in film

Oscar Isaacs Alter-Ego hat nicht aufgepasst und entwickelt in der Abgeschiedenheit der Wildnis eine künstliche Intelligenz, obwohl Filme, Bücher und Comics seit jeher predigen, dass das keine so richtig gute Idee ist. Ein No-go möchte ich meinen, aber wo steckt ein Suchmaschinen-Gigant nun einmal sein Gespartes hinein? In Roboter, genau. Und die kriegen früher oder später auch eine Intelligenz. Und während unsereins noch damit kämpft, Siri und Google verständlich zu machen, dass das jetzt nicht das Lied ist, welches wir uns gerade gewünscht haben, sind die, bis zu einem gewissen Grad beneidenswerten Menschen in Ex Machina bereits am Zenith der Roboter- und KI-Forschung angelangt. Ob das so gut ist, erfährt man an der Seite des Weasleys Domhnall Gleeson. Dass Ex Machina etwas ganz Großartiges ist, empfand ich bereits nach wenigen Minuten und dieser Eindruck hielt sich bis zum Schluss. Eine Handvoll ganz wunderbarer Schauspieler, ein beeindruckendes aber auch angsteinflößendes Setting, eine Geschichte, die sich genau richtig Zeit nimmt und Türen, die mit ganz tollen Soundeffekten bedient werden. Soundeffekte, welche es, für mich völlig unverständlich, nicht als offiziellen Nachrichtenton für unsere Smartphones gibt. Alex Garlands Ex Machina ist ein gewaltiges Regiedebüt (das Drehbuch ist ebenfalls von ihm) und gehört zu meinen bisherigen Film-Highlights des Jahres. Guckt den an! Wir haben Ex Machina für US$4.99 im US iTunes Store geliehen.