Elite Dangerous

Am 1. Juli 2017 in spiel

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Hier seht ihr ein hübsches Erinnerungsfoto des Trappist-1 4, ein Planet, dessen realer Konterfei Trappist-1 E erst vor kurzem als potentiell erdähnlich durch die News ging. Leider kann man in Elite Dangerous derzeit noch nicht auf erdähnlichen Planeten landen, weshalb ich das Foto vom öden Nachbarplaneten Trappist-1 4 A aus und im Schutze meines Rovers geschossen habe. Das ist interessant, denn eines der Argumente derjenigen Idioten, die sich bei Steam ihr Geld für No Man’s Sky zurückgeholt haben, war ja, dass der Aspekt der Welten-Erforschung bei Elite und Star Citizen so viel besser gelöst sei. Ich habe letzteres nie gespielt, gehe aber mal davon aus, dass auch dort noch mit Wasser gekocht wird. Aber Moment! Ich will nämlich gar keines der Spiele über die anderen setzen. Ganz im Gegenteil: Nachdem ich nun fast ein Jahr beinahe ohne Unterbrechung No Man’s Sky gespielt habe (und noch lange nicht aufhören will) bin ich jetzt schon ein ebenso großer Fan von Elite Dangerous. Und das, obwohl mir der Einstieg in dieses Spiel alles andere als einfach gemacht wurde. Elite will nicht, dass ich einfach so in ein Raumschiff steige, abhebe und irgendwo wieder lande. Elite will realistisch sein und mir damit das Leben auf eine angenehme Weise zur Hölle machen. Und so passiert es mir immer noch, dass ich beim Anflug in eine Raumstation den Lack meiner „Solomon Epstein“ zerkratze, weil ich nicht das Fahrwerk ausgefahren sondern den Boost betätigt habe (Pro-Tipp: Autodock Computer kaufen). Oder ich seit fünf Minuten auf ein System zufliege, dabei einmal auf mein Telefon schaue und genau in diesem Moment mit wahnsinniger Geschwindigkeit am Ziel vorbeifliege. Dass ich die Anzeigen nicht im Blick habe und mein Raumschiff vor Überhitzung fast in Flammen aufgeht. Dass ich sorgfältig eine Route zu einem 40 Lichtjahre entfernten System plane, dann aber vergesse den Auftrag anzunehmen, der mich dort hingeschickt hat. Im besten Fall merke ich das auf halber Strecke. Ich verzichte an dieser Stelle darauf, von meinen Erfahrungen im Davonfliegen Raumkampf zu schreiben. Meiner Space Credibility wegen.

All das klingt bestimmt furchtbar, ist aber genau mein Ding. Am Ende des Tages ist Elite nämlich immer noch das, was es 1984 schon war. Ich navigiere primär durch wunderschöne Menüs, durchforste mögliche Aufträge in den Sparten Handel, Transport, Schmuggel und so weiter, ergötze mich am Firmament weit entfernter Sternensysteme und kriege gepflegte Anflüge von Panikattacken sobald mich ein fremdes Raumschiff scannt. Das dabei alle Planeten (noch) öde Bröckchen sind tut der Sache eigentlich keinen Abbruch. Wunderschöne Fremdwelten und fliegende Kühe kann ich ja bei No Man’s Sky haben.