Don't Starve

Am 19. Januar 2014 unter spiel

Da kaufe ich mir eine Playstation 4, um zusammen mit 63 anderen Irren Battlefield zu spielen und dann so was: Ich zocke stattdessen das Indie-Spiel Don‘t Starve. Na ja, es geht immerhin auch dort ums Überleben. Für PC-Spieler ist das jetzt natürlich ein alter Hut, deswegen gehen die bitte einfach weiter. Es gibt hier für euch überhaupt nichts Neues zu sehen.

Don‘t Starve ist, ähnlich wie Minecraft, ein Spiel, welches ich immer schon spielen wollte, für das ich aber nicht die passende Hardware besaß. Der Playstation 4 sei dank, ist das jetzt anders und ich bin ein weiteres Mal glücklich darüber. Obwohl ich das eigentlich gar nicht sein dürfte. Ich sterbe in diesem Spiel ja andauernd.

Ich laufe mit Wilson, einem kleinen, schmächtigen Jungen, der in einer fremden Welt erwacht, durch die Wildnis und habe nur ein Ziel: zu überleben. Dann wird es dunkel, ich sterbe zum ersten Mal und muss wieder ganz von vorne anfangen.

Zweiter Versuch. Hui, Bienen! Ich sterbe.

Dritter. Oh, Büffel. Gleich mal einen jagen. Tot.

Nächster. Jetzt passe ich aber mal … kann ich das essen? Tot.

Bei Don‘t Starve versuche ich mit aller Macht am Leben zu bleiben, um dann doch zu sterben und wieder von Null anfangen zu müssen. Seltsamerweise ist das selbst für mich und meine Frustbirne nicht sonderlich schlimm und außer einer Träne um die verlorene Ausrüstung vergieße ich nach dem Ableben nichts. Das liegt vor allem daran, dass jeder Tod auch neues Leben in Form von freischaltbaren Figuren ist. Die haben dann andere Fähigkeiten und reagieren unterschiedlich auf die feindselige Welt.

Ha, ha, ein aufrechtgehendes Schwein! Tot.

Don‘t Starve ist so ein bisschen wie Minecraft, nur um ein vielfaches hübscher und mit dem Fokus aufs Überleben und weniger aufs Aufbauen. In wunderbarer Optik. Als hätte Tim Burton ein Videospiel gemacht, hüpfen Figuren umher, schlagen Tannen aus und wackeln Truthähne durch die Welt im Stil feinster 2D-Animationen. Ich könnte mir das stundenlang ansehen. Tue ich auch. Denn Don‘t Starve fesselt. Und schafft eine tolle Bindung zur jeweiligen Hauptfigur, die man jede Nacht erneut versucht, vor den Gefahren einer bösen Welt in Sicherheit zu bringen.

Oh, sieh mal: Schnee! Tot.

Der Winter in Don‘t Starve ist hart und ich freue mich jetzt schon darauf, ihn das erste Mal zu überleben. So schwer ist das gar nicht. Aus Fehlern werde ich bei Don‘t Starve nämlich klug. Viel erklärt wird im Spiel dafür nicht. Klar, ich könnte mir im Netz die nötigen Informationen und Tipps holen, aber gerade deren Abwesenheit macht es ja so spannend. Und zur Not kann ich mir die Welt vor dem Start so machen, wie sie mir gefällt. Ohne Winter, ohne miese Monster und im Ganzen viel, viel freundlicher. Das tue ich auch, denn irgendwann will ich mich hier einfach mal wie Zuhause fühlen. Das wird toll.

Ohh, ein Hund. Kann ich den streicheln?

Tot.