Deadwood

Am 20. Juni 2017 in serie

Ich denke es ist nicht übertrieben zu sagen, dass es mittlerweile mehr TV-Serien als Lebenszeit gibt. Zumindest wenn man noch so etwas wie ein Leben abseits des Bildschirms hat. Angesichts des aktuellen Outputs großer Studios verstehe ich es nur zu gut, wenn ältere, noch nicht geschaute Serien da keine Chance bekommen. Trotzdem: Mit der HBO-Serie Deadwood, die kurz nach dem Krieg im Jahre 2004 ausgestrahlt wurde, sei euch aber eine Ausnahme ausdrücklich ans Herz gelegt. Im Goldrausch des 19. Jahrhunderts kommt Timothy Oliphant als Ex-Marshall in ein zum Kaff hochgezogenes Zeltlager ohne Sheriff. Dafür gibt es dort aber viel Gewalt, Gier und andere Probleme, die das Leben so mit sich bringt, wenn man als weißer Mann ausgerechnet dort nach Gold gräbt, wo man zuvor die Zahl der Ureinwohner mit vergifteten Decken dezimiert hat. Das Drama gibt vor, die wahre Geschichte des nordamerikanischen Örtchens Deadwood zu erzählen, ist in Wahrheit aber eine großartige Ian McShane Soloshow, bei der dieser in der Rolle des Al Swearengen eindrucksvoll alles in Grund und Boden spielt, was sich nicht bei Drei hinter den nächsten Pokertisch duckt. Damit hat sich die erste Staffel dieser Serie erfolgreich zur Spitze meiner Favoriten gesellt und wird natürlich, trotz der Masse an Neuerscheinungen, wie es sich gehört weiter geschaut.