Captain America: The Winter Soldier

Am 10. August 2014 in film

Geht doch, Marvel! Nach Iron Man 3 und Thor 2 ist der zweite Captain America jetzt schon die dritte Marvel-Verfilmung, die mir gut gefällt und in meinem Empfinden nicht einem Schienbeinbruch gleicht. Ein paar mehr Dialogzeilen ins Skript schreiben, ein aktuelles Thema (in diesem Falle Spionage und Überwachung) aufgreifen, die Klarnamen-Pflicht einführen und die Kostüme soweit verfeinern, bis fast keins mehr peinlich ist. Passt.

Am Ende bröckelt es dann hier und da ein wenig. Wenn der Captain of the Americas wieder den ollen blau-rot-weißen Schlüpfer überm Kopf trägt. Und jetzt mal ganz ehrlich, liebe Filmemacher: Niemand findet es noch spannend, wenn nach einem Countdown erst ganz zum Schluss zwischen der Eins und der Null die entscheidende Aktion, diesen zu stoppen, eintritt. Ganz im Gegenteil und ich hoffe, ich bringe jetzt und hier nicht das Weltbild ganzer Scharen von angehenden Filmschülern aus dem Konzept: Wir wissen alle schon vorher, dass zwischen der Eins und der Null alles gut wird! Gasp! Ganze Kinosäle voll Menschen würden sich verdutzt ansehen, wenn mal was bei Sekunde 23, 19 oder 12 passieren würde. Das wäre mal ein Knaller.

Ach, ich schweife ab. Winter Soldier mag ich, auch wenn die Klarnamen-Pflicht den Winter Soldier nicht als Winter Soldier deklariert und vielleicht deshalb die besorgten Marketing-Pfeifen in Deutschland nach einem neuen Titel hat suchen lassen: The Return of the First Avenger. Auweia! Schalten Sie also auch das nächstes Mal wieder ein, wenn Sie Doktor Bob sagen hören:

The Return of the Return of the First Avenger (OT: Cpt. America vs. Cpt. Canada - The Maple Soldier)