Big Hero 6

Am 1. Februar 2015 in film

Die von den Disney Studios direkt produzierten Animations-Filme gehören zu den wenigen dieses Genres, die ich sehr mag. Tangled hat einen großartigen Humor, Frozen ist für dieses Leuchten in den Augen meiner Tochter verantwortlich. Mit ihr sahen wir heute Big Hero 6 und auch der gehört fortan zum elitären Kreis meiner Animations-Film-Favoriten.

Irgendwo im verkorksten Wust des deutschen Disney-Marketings sitzt eine Frau oder ein Mann oder ein Haufen von beidem, deren Verständnis für die Liebe zum Film ungefähr so groß ist, wie ihr Vermögen die eigenen Filme mit Respekt zu behandeln. Die sitzen dann um einen großen Tisch, schmeißen sich gegenseitig neueste Erkenntnisse vom Google-Markting-Workshop am letzten Wochenende an den Kopf und grübeln dann über die deutsche Tagline für den nächsten Disney Film: Aus Tangled wird „Rapunzel - Neu verföhnt”, aus Frozen „Die Eiskönigin - Völlig unverfroren” und aus Big Hero 6, einem Film über die Entstehung der Big Hero 6, wird „Baymax - Riesiges Robowabohu”. Brillant doof.

Schwamm drüber, denn abgesehen von diesem strunzdummen Haufen hat der Rest seine Sache sehr gut gemacht. Big Hero 6 spielt in einer wunderbaren Stadt namens San Franstokyo und erspart sich und uns überflüssige Erklärungen, wie es zu dieser tollen Mischung zweier Kulturen gekommen ist. Stattdessen bietet die Stadt eine Basis voller toller Details für einen richtig guten Superhelden-Film, einen knuffigen Roboter-Held, einen ganz tollen Superschurken und auch sonst ganz viel Marvel, ohne wirklich viel mit der Marvel-Vorlage zu tun zu haben. Und den Beweis, dass weder Marvel noch Stan Lee ihm das übel nehmen, liefert er auch gleich mit.

Und als wenn das noch nicht genug gewesen wäre, gab es als Vorfilm auch noch den ganz herzlichen Kurzfilm „Feast” (Liebe geht durch den Magen) zu sehen. Ich bin zwar ein Katzen-Typ, aber der Hund war super.