Aint Them Bodies Saints

Am 23. Dezember 2013 in

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Casey Affleck geht immer. Casey Affleck mit texanischem Akzent sowieso. Das hat er in „The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford” bewiesen und das macht er bei „Ain’t Them Bodies Saints” noch einmal klar. Letzterer ist zwar nur halb so lang, aber nicht weniger lakonisch.

Ich mag solche Filme, wo eigentlich nichts passiert, ich aber dennoch gefesselt bin. Genau das trifft hier zu, denn irgendwie passiert bei „Ain’t Them Bodies Saints” wenig bis gar nichts, aber die Spannung und Atmosphäre wird dennoch konstant von der ersten bis zur letzten Minute aufrecht gehalten. Auch, obwohl eigentlich schon von Anfang an klar ist, was am Ende passieren wird.

Da sitze ich als Zuschauer dann so da und muss mich eigentlich nur noch fragen, wie cineastisch wunderbar und dabei stets handwerklich, das wohl umgesetzt sein wird. Von einer Handvoll talentierter Schauspieler vor wunderschönen Bildern und mit einem Soundtrack, der mir unter die Haut fährt. Damit habe ich absolut kein Problem. Ich mag das.

Ich möchte fast sagen, dass „Ain’t Them Bodies Saints” in seiner Liga der perfekte Film ist. Es ist mir bloß nicht ganz klar, wo diese Liga spielt und wie gut die besucht ist. Der normale Kinozuschauer mit klarem Hang zur Unterhaltung wird hier, wenn überhaupt, sicher wenig begeistert sein. Der Arthouse-Kinofreund hingegen könnte fast schon wieder über zuviel Normalität klagen.

Dieses Gefühl kenne ich doch irgendwo her! Richtig. Ich möchte hier mal ganz leise den Namen Terrence Malick erwähnen. Dessen “Badlands” hier bestimmt geistiger Vater gewesen ist. Zumindest in Sachen Stil und Cinematografie. Und ja, ich traue David Lowery zu, dass er es vielleicht ist, der den alten Malick Stil auch in Zukunft zurück auf die Leinwand bringen kann. Nagelt mich ruhig darauf fest. Ich bin ja Optimist.